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mittakaava < 40 cm

         
Karausche und Giebel
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Gösta Sundman: Suomen Kalat (Kansalliskirjasto, The National Library of Finland), Jouko Lehmuskallio, Lauri Urho

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Karausche

Carassius carassius

  • Familie: Karpfenartige – Cyprinidae
  • Verwechslungsarten: Giebel, Karpfen
  • Größe: Seeform gewöhnlich 20–35 cm, für gewöhnlich höchstens 40 cm und 1 kg, selten über 2 kg. Teichform 5–15 cm.
  • Aussehen: Die in den nährstoffreichen Seen und den Innenbuchten des Meeres lebende schnellwüchsige Form der Karausche ist ein sehr hochrückiger, fast diskusartig gedrungener Weißfisch mit großen Schuppen. Die lange abgerundete Rückenflosse unterscheidet ihn deutlich von den anderen hochrückigen Weißfischen. Nur der hier und dort in finnische Gewässer besetzte Karpfen hat eine genauso lange Rückenflosse. Der Karpfen hat jedoch im Maulwinkel Barteln, an denen man ihn sofort erkennt. Am meisten ähnelt der Karausche der nah verwandte Giebel, der als neu eingeführte Art einige Male an der Küste des Finnischen Meerbusens gefangen wurde. Vom Giebel unterscheidet man die Karausche außer anhand der Farbe auch anhand der etwas kleineren Schuppen. Bei der Karausche sitzen an der Seitenlinie gewöhnlich 31–35 Schuppen, während es beim Giebel 27–32 sind.
    Die langsam wachsende Teichform der Karausche hat einen größeren Kopf und einen flacheren Körper als die Seekarausche. Die Teichkarausche ähnelt von der Körperform her etwas dem Karpfen, ist aber in der Praxis immer kleiner – die Karpfen werden größer ausgesetzt, als die größten Teichkarauschen jemals werden – und sie hat keine Barteln. Die Teichkarausche ist oft in flachen und zuwachsenden Teichen die einzige Fischart.
    Der diskusförmige Seetyp und der Teichtyp mit seinem flachen Körper sind Extreme, zwischen denen man die Karausche in vielerlei Formen je nach den Nahrungsverhältnissen ihres Heimatgewässers antrifft.
  • Färbung: Jung gleichmäßig gräulich, aber bald mit beginnendem Goldschimmer an den Seiten. Die alte Seekarausche ist schon recht dunkel gold- oder kupferschimmernd an den Seiten. Besonders die Flossen auf der Bauchseite haben einen roten Farbton. Die neu eingeführte Art des Giebels ist auch noch mit zunehmender Größe an den Seiten mehr silbern als die Karausche. Ein sicherer Farbunterschied findet sich auch in der Bauchhöhle des Fisches. Das Bauchfell der Karausche ist hell, während es beim Giebel schwarz ist.
  • Laichzeit: Laicht im warmen Wasser in flachen seegrasbewachsenen Buchten. Das Laichen dauert von Ende Mai bis Juli und erfolgt in mehreren Phasen. In der Abenddämmerung laichende Karauschen können lautstark Platschen und Schmatzen, wenn sie ihre Schnauzen aus dem Wasser herausschieben.
  • Nahrung: Bodentiere, Insekten und Pflanzennahrung.
  • Verbreitung und Lebensumfeld: Die Karausche wurde als Köderfisch absichtlich und aus Versehen in vielen Gewässern ausgesetzt und ihr Vorkommen ist stellenweise begrenzt. Die nördlichsten Vorkommen liegen in Kittilä und Sodankylä. Ein einheitlicheres Vorkommensgebiet reicht bis nach Tornio und Paltamo, aber richtig verbreitet ist die Karausche erst in den nährstoffreichen Gewässern Mittel- und Südfinnlands. Zusätzlich gibt es sie in den nährstoffreicheren Meeresbuchten im Finnischen Meerbusen und im Bottnischen Meerbusen bis zum Nordkvark. Die Karausche kann mit den anderen Arten nicht sehr gut konkurrieren und ist in Gewässern mit vielen Arten oft nur selten. Der Wettbewerbsvorteil der Karausche ist ihr Ausdauervermögen bei Sauerstoffarmut im Winter. Sie kann die Wintermonate über ohne Sauerstoff leben und kommt so in den von wiederholtem Sauerstoffmangel geplagten nährstoffreichen Gewässern zurecht. Die Karausche kann in den Bodenschlamm eingegraben auch in solchen Teichen leben, die im Winter bis zum Grund zufrieren. So ist sie oft die einzige Art kleinerer nährstoffreicher Tümpel.
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