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Akeleiwiesenraute

Thalictrum aquilegiifolium

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Höhe: 50–150 cm. Stängel fein gerieft.
  • Blüte: Strahlig, Durchmesser 10–15 mm. Die Blütenhülle ist 4–5-blättrig, früh abfallend. Die Blütenblätter sind verkehrt eiförmig, an der Spitze rund und blaurötlich-grünlich. Mehrere Dutzend 5–8 mm langer Staubblätter. Die Staubfäden der Staubblätter verdicken sich nach oben hin, sind keulenförmig, deutlich länger als die Staubbeutel, hellblaurot. Viele getrennte und zumindest in der Fruchtphase gestielte Fruchtblätter.
  • Blätter: Die dreifiedrige Blattspreite ist gleichseitig dreieckig. Jedes Fiederblättchen wiederum einfach oder doppelt dreifiedrig (manchmal fünffiedrig). Die Fiederblättchen sind kahl, am Grund breit, rundlich sowie an der Spitze rund- und grob gezähnt. Am Grund der Stiele der Fiederblättchen befinden sich einem Nebenblatt ähnelnde Gebilde. Die grundständigen Blätter sind gestielt und die oberen sitzend.
  • Frucht: Dünne und scharf vierfach geriefte, stachlichspitzige, 5–15 mm lange Nuss, die an einem ca. 5–10 mm langen Stiel hängt.
  • Standort: Laubwälder, Laubfichtenmoorwälder, Wiesen in Laubwäldern und Feldränder. Auch als Zierpflanze und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juli.

Die Wiesenrauten bilden eine von der Systematik her schwierige und mangelhaft untersuchte Gruppe. Zur Gattung gehören sowohl insekten- als auch windbestäubte Arten sowie deren Zwischenformen. Die Gruppe ist ein gutes Beispiel für eine evolutionäre Entwicklungsreihe, bei der der heutigen Auffassung nach die Bestäubungsart der Blüte von der primitiveren Insektenbestäubung zur entwickelteren (sich später entwickelt habenden) Windbestäubung verläuft.

Die Akeleiwiesenraute ist eine geschützte, mehrjährige und giftige Laubwaldpflanze. In Nachkriegsfinnland wurde sie erst 1956 bei Kitee gefunden. Die Art lockt Insekten mit Hilfe der bunten und duftenden Staubblätter zu ihren Blüten. Die unscheinbar aussehenden Blütenblätter, deren Zweck nur der Schutz der sich entwickelnden Blüte ist, fallen bereits zu Beginn der Blüte ab. Die Akeleiwiesenraute wird in Mitteleuropa weit verbreitet als Parkpflanze eingesetzt.

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