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Alaskaweidenröschen

Epilobium glandulosum

  • Familie: Nachtkerzengewächse – Onagraceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Am Grund Überwinterungsrosette mit dicken Blättern und Überbleibseln vertrockneter Grundrosetten.
  • Höhe: 50–100 cm. Stängel unverzweigt – am Oberteil etwas verzweigt, fast von unten an gekrümmt- und drüsigbehaart.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, purpurrot, 6–8 mm lang; 4 Blütenblätter, an der Spitze eingekerbt. Vier Kelchblätter. 8 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe, Narbe keulenförmig; Fruchtknoten unter der Blütenhülle, nur drüsig behaart. Blütenstand dichte, großblättrige Traube.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig (in den Blütenständen wechselständig), sitzend, fast stängelumfassend. Blattspreite breit-eiförmig, am Grund breit, stark spitz zulaufend, faltig, glänzend, dunkelgrün.
  • Frucht: Röhrenförmige, 4-teilige, 5–7 cm lange Kapsel.
  • Standort: Gräben, Wegränder, Brachland.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Waldweidenröschen (Chamaenerion angustifolium) und das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum) lenken als großwüchsige und großblütige Pflanzen leicht die Aufmerksamkeit auch eines nur zufälligen Naturbeobachters auf sich. In der finnischen Natur wachsen jedoch eine ganze Menge flacherer und kleinblütigerer Weidenröschen, die alle ihre interessanten Eigenarten haben. Zu den neuesten Vertretern der Gattung der Weidenröschen in Finnland gehören drei amerikanische eingeschleppte Arten: Alaskaweidenröschen, Drüsiges Weidenröschen (E. adenocaulon) und Weißes Drüsenweidenröschen (E. ciliatum). Alle drei Arten können gemeinsam an denselben Standorten wachsen und sich auch miteinander kreuzen, sodass es in der Schar auch Exemplare mit Zwischenformen geben kann. Das Alaskaweidenröschen blüht etwas später als seine Verwandten, die aus Samen gewachsenen Keimlinge noch später als die aus Überwinterungsknospen gekeimten Exemplare. Das Alaskaweidenröschen ist etwas kräftiger als seine Verwandten, aber die sichere Artenbestimmung setzt die Prüfung der Behaarung des röhrenförmigen Fruchtknotens der Blüte voraus. Der wissenschaftliche Name des Alaskaweidenröschens, glandulosum, „drüsig behaart“, steht für die Art der Behaarung, der bei den anderen Arten vorherrschende Behaarungstyp sind gebogene Härchen.

Das Alaskaweidenröschen ist in Finnland geradezu ein Hauptstadtbewohner. Der erste Fund der Art zu Ende der 1920er Jahre wurde in Helsinki gemacht und die Pflanze hat sich ursprünglich wohl aus Gärten in Nordhelsinki ins Land ausgebreitet. Von ihren frühen Verbreitungszentren breitete sich die Pflanze allmählich in verschiedene Richtungen aus. Die scharf begrenzte derzeitige Verbreitung könnte ein Zeichen für die noch immer in alle Richtungen vordringende Ausbreitungsfront sein. Helsinki ist nach wie vor das Kerngebiet für das Alaskaweidenröschen, obgleich die Art außerhalb der Hauptstadtregion auch in der Richtung nach Turku und ab und an in Uusimaa vorkommt. Die Art scheint recht maritimes Klima vorzuziehen und hat es auch in den anderen skandinavischen Ländern nicht geschafft, sich sehr stark ins Binnenland auszubreiten. Am sichersten trifft man das Alaskaweidenröschen in sehr fruchtbaren Gräben, manchmal auch auf feuchten Lehmböden.

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