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Alpenampfer

Rumex alpinus

  • Familie: Knöterichgewächse – Polygonaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze, Wurzelstock sich windend.
  • Höhe: 60–200 cm. Stängel gefurcht, bis zum Blütenstand unverzweigt.
  • Blüte: Strahlig, Durchmesser etwa 2–3 mm, zweigeschlechtig, windbestäubt. In der Blütenhülle zwei Wirtel aus je drei Blättern. Blätter des äußeren Hüllenwirtels klein, zurückgerollt. Der innere Wirtel bildet die Valven, deren Blätter rund nierenförmig, breiter als lang, am Grund herzförmig, ganzrandig oder etwas gekerbt und gewöhnlich ohne Knoten sind. Manchmal ist der Mittelnerv eines Blatts langknotig. 6 Staubblätter. Verwachsenblättriges Gynoeceum dreizählig. Gelenk des Blütenstiels am Blattgrund. Blüten in Wirteln. Blütenstand reich verzweigte, dichte und lange Doppeltraube.
  • Blätter: Rosettenblätter langstielig, an den Nerven der Unterseite behaart. Blattspreite höchstens vier Mal so lang wie breit, länglich eiförmig–länglich, am Grund stumpf-spitz, an den Rändern gefurcht. Stiel etwa so lang wie die Spreite. Laubblätter wechselständig. Nebenblattscheide hautartig und am Rand ausgefranst.
  • Frucht: Valven 4–5 mm breit, dreiteilig, ohne Knoten. Lappen am Grund herzförmig, fast ganzrandig. Am oberen Teil verdickter Fruchtstiel 2–3 Mal so lang wie der Kelch. Frucht braune Nuss.
  • Standort: Anbauflächen, Wegränder, Ufer, Gärten und Mülldeponien.
  • Blütezeit: Juli–September.

Die Ampfer sind eine botanisch schwierige Gruppe, da die Arten der Gattung sich leicht kreuzen. Die sichere Artenbestimmung bedarf für gewöhnlich der reifen Frucht. Der in Finnland noch recht seltene Alpenampfer ist für einen Ampfer ziemlich breitblättrig. Von den finnischen Ampferarten liegen nur der Gedrungene Ampfer (R. confertus) und der Wasserampfer (R. aquaticus) vom Rosettenblatt her in derselben Größenordnung.

Die Ampfer sind überwiegend Pflanzen der gemäßigten Zone der nördlichen Erdhalbkugel, man kennt etwa 200 Arten. Der in Mittel- und Südeuropa und in Asien recht verbreitete Alpenampfer bewegt sich in Finnland an der nördlichen Grenze seines Vorkommens. Man pflanzt den Alpenampfer in Gärten und verwendet ihn wie den Spinat zum Essen – allerdings nicht in Finnland. Der Geschmack der Blätter ist im Hochsommer eher bitter, im Frühjahr und Herbst jedoch am besten. Die Blätter kann man auch für den späteren Gebrauch trocknen. Die Wurzel wurde als Farbstoff getrocknet. Neben dem Menschen haben auch Schmetterlingsraupen gelernt, die Ampfer zu nutzen.

Andere Arten derselben Gattung
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