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Alpenfettkraut

Pinguicula alpina

  • Familie: Wasserschlauchgewächse – Lentibulariaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Fleischfressende Pflanze. Wurzeln lang, dick, saftig.
  • Höhe: 10–20 cm. Stängel blattlos, für gewöhnlich 1–4 fast unbehaarte Stiele.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch. Blumenkrone weiß, verwachsenblättrig, zweilippig, mit Sporn, 10–16 mm lang. Oberlippe zweiteilig, Unterlippe dreiteilig und gelb getüpfelt, Sporn kurz, breit, gebogen, gestutzt, gelblich, 2–3 mm lang. Kelch verwachsenblättrig, zweilippig, fünfteilig. 2 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blüten einzeln am Ende des Blütenstiels.
  • Blätter: In einer Grundrosette. Blattspreite länglich, 2–5 cm lang, hell gelbgrün-rotbraun gefärbt, Ränder nach oben gebogen. Auf der klebrigen Oberseite des Blattes Drüsenhaare und sitzende Drüsen.
  • Frucht: Kapsel mit vielen Samen.
  • Standort: Flachmoore, vernässte Stellen, Bachläufe, feuchte Felswände.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Außerhalb der Blütezeit ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar geradezu unmöglich, das Alpenfettkraut und das Echte Fettkraut (P. vulgaris) voneinander zu unterscheiden und daher sind diese beiden Arten auch in den Aufzeichnungen der Botaniker oft miteinander verwechselt worden. Während der Blüte ist der Unterschied dagegen eindeutig, gute Kennzeichen sind sowohl die Färbung der Blumenkrone, die Form des Sporns als auch die Behaarung des Blütenstiels. Diese Unterschiede bleiben auch den Bestäubern nicht verborgen: Das Alpenfettkraut wird hauptsächlich von Schwebfliegen, aber auch von Blumen- und Echten Fliegen bestäubt, das Echte Fettkraut seinerseits von Bienen und Hummeln. Da die Arten nur teilweise zur selben Zeit blühen und verschiedene Bestäuber haben, wurden in der Natur noch niemals Kreuzungen gefunden.

Das Alpenfettkraut ist seinem wissenschaftlichen Namen nach in erster Linie eine Pflanze der Fjälls und sein Verbreitungsschwerpunkt in Finnland liegt in Lappland. Es bevorzugt kalkhaltigen Nährboden und kommt an geeigneten nährstoffreichen Stellen bis nach Kuusamo vor. Obwohl die Wurzeln des Alpenfettkrauts besser entwickelt sind als die seiner Verwandten, ergänzt auch dieses die dem Nährboden entnommenen Nährstoffe durch das Fangen von kleinen Insekten mithilfe seiner klebrigen Blätter. Die Blätter drücken sich so stark an den Untergrund, dass sie sich bei einer herausgerissenen Pflanze so weit nach unten biegen, bis sie schließlich das Wurzelwerk umhüllen. Die Bedeutung dieser Spannung ist nicht bekannt. Ungeachtet dieses besonderen und rätselhaften Phänomens sollten die Blätter des Alpenfettkrauts jedoch am besten in Ruhe an Ort und Stelle belassen werden, um den Untergrund zu schmücken.

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