Alchemilla glomerulans Alchemilla wichurae Alchemilla subcrenata Alchemilla glabra

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Alpenfrauenmantel

Alchemilla alpina

  • Familie: Rosengewächse – Rosaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock verholzend.
  • Höhe: 5–20 cm. Stängel aufsteigend, seidig behaart.
  • Blüte: Keine Blumenkrone. Kelch strahlig, gelbgrünlich, 2–4 mm breit; vier Kelchblätter; mit Außenkelch. 4 Staubblätter. Gynoeceum einblättrig. Blüten als kleine Gruppen in dichten Scheindolden.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel wechselständig, gestielt-sitzend, mit Nebenblättern, Laubblätter klein. Blattspreite gefingert, 5–7-fiedrig, Fiederblättchen lanzettlich, an der Spitze gezähnt, auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite dicht behaart.
  • Frucht: Im Blütenboden verbleibende kleine Nuss.
  • Standort: Auf den Fjälls Wiesen, Heiden, Geröll, Schneegebiete, Bachläufe. Manchmal Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Frauenmantelarten werden oft als eine Art aufgefasst, in Wirklichkeit aber gibt es allein in Finnland 25 verschiedene. Die Samen der Frauenmäntel entwickeln sich apomiktisch, d. h. ohne Befruchtung. Als Ergebnis von sich allmählich anhäufenden genetischen Veränderungen, den Mutationen, sind zahlreiche, sich gering voneinander unterscheidende Frauenmantelbestände entstanden, die man als Kleinarten bezeichnet. Auch vernachlässigbar geringe genetische Unterschiede bleiben erhalten, da die Gene der verschiedenen Exemplare sich nicht vermischen, wie es bei den sich auf normale Art und Weise geschlechtlich vermehrenden Pflanzen geschieht.

Die meisten Frauenmäntel haben auf charakteristische Weise gefaltete Blätter, die Blattspreite des Alpenfrauenmantels ist aber in Fiederblättchen geteilt, womit er überhaupt nicht aussieht wie ein typischer Vertreter seiner Gattung. Das Wesen der Pflanze hat jedoch etwas Frauenmantelartiges und spätestens die kleinen, gelblichen und blütenblattlosen Blüten verraten die Verwandtschaft. Von den finnischen Frauenmantelarten ist der Alpenfrauenmantel der einzige wirklich leicht zu bestimmende – in der Hauptsache unterscheiden sich die Frauenmantelarten durch geringe Kennzeichen in der Farbe, Behaarung, Blattform und Blüte voneinander. In der nordischen Natur sind noch viele Kleinarten des Frauenmantels ohne Beschreibung.

Der Alpenfrauenmantel ist in Lappland eine stellenweise recht verbreitete Pflanze an Bachläufen, Wiesen, Felswänden und Schneeflächen. In Finnland kommt er am häufigsten im Gebiet der großen Fjälls bei Enontekiö vor. Einige getrennte Vorkommen gibt es östlicher auf den niedrigeren Gipfeln, im Nationalpark von Lemmenjoki auf dem Morgam-Viibus-Fjäll und in Saariselkä bei Sodankylä. Die Vorkommen in Ostlappland könnten bereits zu dem größeren Verbreitungsgebiet auf der Kola-Halbinsel gehören. In Lappland wachsen neben dem Alpenfrauenmantel mehrere Frauenmantelarten mit ungeteilten Blättern, der verbreitetste ist der Knäuelige Frauenmantel (A. glomerulans).

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