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Alpensäuerling

Oxyria digyna

  • Familie: Knöterichgewächse – Polygonaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–30 cm.
  • Blüte: Die grünliche Blütenhülle wird aus zwei unterschiedlich großen, zweiblättrigen Wirteln gebildet. Die Blätter des inneren Wirtels sind ca. 2–2,5 mm lang, aufrecht, breit verkehrt eiförmig und bilden Valven. Die Blätter des äußeren Wirtels sind ca. 2 mm lang, nach außen zeigend und lanzettlich. Sechs Staubblätter. Das Gynoeceum ist zweizählig.
  • Blätter: Grundständige Blätter als Rosette, langstielig und kahl. Blattspreite rund-nierenförmig, locker, gekerbt und grün oder rot. Die Laubblätter fehlen gewöhnlich oder es gibt nur eines. Die Nebenblattscheide des Laubblatts ist hautartig, kurz, locker anliegend und braun.
  • Frucht: Breit häutig berandete Nuss mit Narbenzipfeln an der Einbuchtung am oberen Ende. Nach Reifung der Frucht sind die Hautränder tiefrot.
  • Standort: Stellen auf dem Fjäll, an denen der Schnee liegen bleibt, Fjällwiesen und Bachläufe.
  • Blütezeit: Juni–August.

Die Gattung des Alpensäuerlings umfasst nur zwei Arten. Die eine Art (O. sinensis) wächst im Himalayagebirge. Blütenstaub des Alpensäuerlings wurde an der Küste Norwegens in bis zu 12 600 Jahre alten Erdschichten gefunden. Daher muss er eine der ersten Pflanzen auf der Köli-Schicht gewesen sein, dem Rückzug der Eismassen folgend. Einer anderen Deutung nach hat die Pflanze die letzte Eiszeit in kleinen eisfreien Gebieten überdauert.

Der Alpensäuerling ist eine mehrjährige, auf den mittleren baumlosen Anhöhen gedeihende und essbare Pflanze. Die Blätter der Pflanze schmecken säuerlich und enthalten Vitamin C. Sie sind daher auch bei den Lappen und Eskimos ein beliebtes Gemüse. Der Alpensäuerling kommt am häufigsten auf stickstoffreichem Boden vor, da er beispielsweise die Nitrate aus dem Kot von Vögeln zur Produktion eigener Eiweißstoffe verwerten kann.

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