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Alpenwiesenraute

Thalictrum alpinum

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Höhe: 5–25 cm.
  • Blüte: Die strahlige Blütenhülle wird aus vier oder fünf, etwa 2 mm langen, rötlichen Blättern gebildet, die recht früh abfallen. Viele Staubblätter. Staubfäden der Staubblätter blaurötlich und dünn. Staubbeutel mit langen Spitzen, gewöhnlich rotbraun. 3–6 getrennte, auch in der Fruchtphase beinahe stiellose Fruchtblätter.
  • Blätter: Als Rosette, mit Nebenblättern, kahl und gestielt. Blattspreite eiförmig – gleichseitig dreieckig und dreifiedrig. Fiederblättchen wiederum drei- oder manchmal fünffach gefiedert, die untersten oft noch einmal dreifiedrig. Oberfläche der rundlichen Fiederblättchen glänzend, Spitze eingeschnitten-stumpf gezähnt, Ränder schmal zurückgerollt.
  • Frucht: Längsgeriefte, kurzstielige oder fast stiellose, 2–3 mm lange Nuss.
  • Standort: Baumlose Anhöhen und in der Birkenregion Ufer von Fjällbächen, -flüssen, -seen, Fjällwiesen, Sümpfe an Abhängen und Trockenwiesen. Selten auf Flachmooren der Nadelwaldregion.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Gattung der Wiesenrauten ist von der Systematik her eine schwierige und mangelhaft untersuchte Gruppe. Zur Gattung gehören sowohl insekten- als auch windbestäubte Arten sowie deren Zwischenformen. Die Gruppe ist ein gutes Beispiel für eine evolutionäre Entwicklungsreihe, bei der der heutigen Auffassung nach die Bestäubungsart der Blüte von der primitiveren Insektenbestäubung zur entwickelteren (sich später entwickelt habenden) Windbestäubung verläuft.

Die Alpenwiesenraute ist eine mehrjährige und giftige kalkliebende Pflanze. Ihre geruchlosen Blüten haben sich an die Windbestäubung angepasst. In ihnen befinden sich lange und zarte, hängende Staubblätter. Die Alpenwiesenraute hat einen ausläuferartigen, waagrecht verlaufenden und verzweigten Wurzelstock, mit dessen Hilfe auch die vegetative Vermehrung wirkungsvoll ist. Die Art verlangt als Nährboden ein recht nährstoffreiches und oft feuchtes Erdreich. An trockenen Stellen wächst sie nur auf kalkhaltigem Untergrund. Die Alpenwiesenraute blüht erst im Alter von mehreren Jahren.

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