© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Anis

Pimpinella anisum

  • Familie: Doldengewächse – Apiaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–30 cm. Stängel behaart, hohl, an den Knotenstellen Zwischenwände. Wohlriechend.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß, weniger als 5 mm breit (Randblümchen oft leicht zweiseitig symmetrisch und größer als die anderen); 5 Blütenblätter, an der Spitze eingekerbt, Spitze nach innen gedreht. Kelch verkümmert. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blütenstand Doppeldolde, 7–15 Dolden zweiter Ordnung. Hauptdolde ohne Hüllblätter, Hüllchen der Dolden zweiter Ordnung fadenartig oder nicht vorhanden.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, Blattgrund scheidenartig. Blattspreite der grundständigen Blätter nierenförmig, gesägt-schwach eingeschnitten. Spreite der Laubblätter doppelt unpaarig gefiedert, Fiederblättchen eingeschnitten.
  • Frucht: Eiförmige, an den Seiten abgeflachte, zweiteilige, eng anliegend borstig behaarte, deutlich gefurchte, 3–5 mm lange Spaltfrucht.
  • Standort: Gewürzpflanze, manchmal ausgewildert in der Nähe von Ansiedlungen, Holzabladeflächen und Brachland.
  • Blütezeit: Juni–August.

Der Anis ist eine der ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen. Er wurde schon vor mindestens 4000 Jahren im alten Ägypten, Griechenland und in Rom verwendet. Der Anis ist in indigener Form unbekannt – wahrscheinlich kommt er ursprünglich aus dem Nahen Osten, hat sich aber bereits früh im Mittelmeerraum etabliert. Er wird noch immer in großem Umfang in den Mittelmeerländern und zusätzlich besonders in Bulgarien, Südrussland, Indien, Mexiko und in Teilen Südamerikas angebaut. Der Anis wurde auch in Finnland angebaut, aber die heutzutage aus dem Ausland eingeführten Stämme, deren Samen üblicherweise erhältlich sind, tragen im finnischen Klima keine Früchte. Die Art wird jedoch nach wie vor von Zeit zu Zeit eingeschleppt in der Nähe von Ansiedlungen beobachtet.

Vom Anis wird als Heilmittel und als Gewürz das aus den Spaltfrüchten erhältliche angenehm schmeckende Öl verwendet. Man gebraucht es besonders als Gewürz für Alkoholika – beispielsweise Anisette, Ouzo, Pastis und Raki schmecken nach Anis. In alten finnischen Texten mag die als Gewürz für Wein und Schnaps erwähnte Pimpinella der Anis sein, meistens jedoch handelt es sich wohl um den Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba minor) – für beide wurde der heutzutage für die Gattung der Bibernellen gebrauchte Name verwendet. Anis wird auch vielen Medikamenten beigesetzt, um den unangenehmen Geschmack der anderen Heilmittel zu überdecken. Korrekt dosiert kann Anisöl als solches auch als Heilmittel verwendet werden, um vom Nervensystem her bedingte Krämpfe zu lösen und Blähungen zu lindern. Die Dosis macht auch in diesem Fall das Gift: In großen Dosen ist Anisöl giftig, besonders wenn es nicht luftdicht aufbewahrt wurde.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page