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Antennaria nordhageniana

 

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 5–30 cm. Stängel unverzweigt, fast kahl, rot. Mit Ausläufern, bildet teppichartige Pflanzenbestände.
  • Blüte: Pflanze zweihäusig (Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren), in Finnland weibliche Pflanzen häufiger als männliche Pflanzen. Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige Körbchen. Randblümchen am Körbchen fehlen; Scheibenblüten weiß oder hellrot, röhrenförmig. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter überlappen sich, Grund gewöhnlich grünlichbraun, kahl – spärlich behaart, Spitze hautartig, entweder zungenförmig, spitz und weiß-hellrot (weibliche Triebe) oder länglich, an der Spitze rund und weiß, gelb–braun gefleckt (männliche Triebe). Körbchen in dichtbesetzten köpfchenartigen Gruppen mit 1–3 Blüten, Körbchenstiele kurz und drüsig behaart.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel wechselständig. Rosettenblatt verkehrt eiförmig, spitz, kahl, auf der Oberseite grün, auf der Unterseite besonders am Grund rot. 4–6 Laubblätter, Blattspreite schmal lanzettlich, auf der Unterseite rotviolett, die obersten an der Spitze hautartig.
  • Frucht: Nuss, an der Spitze mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzt.
  • Standort: Heiden von baumlosen Anhöhen der Fjälls, Schotterhänge und Fließerde.
  • Blütezeit: Juli–August.

Antennaria nordhageniana ist eine bedrohte Art.

Antennaria nordhageniana ist eine internationale Seltenheit, eine in Nordfinnland und -norwegen heimische Art, die man nirgends sonst auf der Welt findet. Die finnischen Vorkommen hängen mit mehreren, in der Finnmark jenseits der finnischen Staatsgrenzen liegenden weiteren Standorten der Art zusammen. Antennaria nordhageniana wächst sehr selten auf den Fjällheiden baumloser Anhöhen, auf Fließerde und auf Schotterflächen. Bald nachdem sie auf der norwegischen Seite für die Wissenschaft als neue Art beschrieben war, fand man sie auch in Finnland am Kovddoskaisi, auf dem höchsten, sich komplett innerhalb der finnischen Grenzen erhebenden Fjäll. Die Art wächst auch in der Nähe des an der finnisch-norwegischen Grenze liegenden Haltitunturi, der höchsten Erhebung Finnlands. Bei Utsjoki gibt es noch ein Vorkommen bei Kistusskaidi, im Paistunturi. Alle Vorkommen liegen weitab der üblichen Pfade, sodass auch so mancher begeisterter Botaniker Antennaria nordhageniana noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Gleichzeitig schützt die Abgelegenheit die kleinen Populationen auch vor dem menschlichen Einfluss: Die Pflanze könnte bereits dadurch, dass ein Geländefahrzeug sie einige Male überfährt, aus der finnischen Natur verschwinden. Antennaria nordhageniana ist eine im weltweiten Maßstab bedrohte Art, deren Erhalt in der besonderen Verantwortung der Finnen liegt.

Antennaria nordhageniana ist wie andere Arten ihrer Gattung zweihäusig, vermehrt sich aber wie die Katzenpfötchen auf den Fjälls ohne Befruchtung, apomiktisch. Ein wichtiges Kennzeichen bei der Bestimmung der Katzenpfötchen ist die Färbung der Spitze der schuppenartigen Blätter an der Außenseite des Körbchens. Die Deckblätter von Antennaria nordhageniana sind an der Spitze rundlich und hell wie bei dem in denselben Regionen wachsenden und in ganz Finnland verbreiteten Gemeinen Katzenpfötchen (A. dioica). Der Grund der Deckblätter beim Gemeinen Katzenpfötchen ist jedoch behaart, bei Antennaria nordhageniana ist er kahl. Dieselbe spärliche Behaarung zeichnet Antennaria nordhageniana auch sonst aus: Die Blätter des Gemeinen Katzenpfötchens sind auf der Unterseite dicht filzig behaart, bei Antennaria nordhageniana fast kahl. Das Alpenkatzenpfötchen (A. alpina-Gruppe) erkennt man an den an der Spitze dunklen Deckblättern und auch seine Blätter sind für gewöhnlich behaart.

Andere Arten derselben Gattung
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