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Arktisches Hornkraut

Cerastium nigrescens

  • Synonym: Cerastium arcticum
  • Familie: Nelkengewächse – Caryophyllaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Dichte Polster bildend.
  • Höhe: 5–10 cm. Stängel aufsteigend, lang behaart.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß, ca. 1-2 cm breit; 5 Blütenblätter, 8–13 mm lang, 1,5–2 Mal so lang wie die Kelchblätter, schwach zweiteilig. 5 Kelchblätter, länglich, spärlich drüsig behaart, schmal häutig berandet; Grund des Kelchs walzenförmig. Gewöhnlich 10 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, fünf Griffel, fünf Narben. Für gewöhnlich 1–2 Blüten, die meisten schwach entwickelt; Hautrand der Deckblätter höchstens 0,2 mm breit.
  • Blätter: Gegenständig, sitzend. Blattspreite breit länglich – lanzettlich, ganzrandig, spärlich lang behaart – kahl, bewimpert.
  • Frucht: Zylindrische, beinahe gerade, sich 10-teilig öffnende, 9–16 mm lange Kapsel.
  • Standort: In den Fjälls an Stellen, an denen der Schnee liegen bleibt, Ränder von Schmelzwasserbächen, Abhänge, Sandrücken.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Arktische Hornkraut ist im ganzen Land geschützt.

Das Arktische Hornkraut ist eine Pflanze, die ihrem Namen gerecht wird: Exemplare der Art wurden blühend etwa so weit nördlich gefunden wie es im Norden überhaupt Festland gibt. In Finnland ist das Arktische Hornkraut eine Seltenheit der großen Fjälls nordwestlich von Enontekiö und annähernd verbreitet ist es unter sehr extremen Bedingungen nur in der Gegend der höchsten finnischen Erhebung, des Halti; Kleine Vorkommen bestehen auch anderswo, beispielsweise in Saana. Wie man aus der Verbreitung der Art bereits schließen kann, bevorzugt sie recht kalte Standorte. Um das Arktische Hornkraut zu sehen, muss man auf die höchsten Teile der baumlosen Anhöhen steigen, um es an vom Schmelzwasser vernässten schotterigen Stellen, an denen der Schnee liegen bleibt, oder am Rand von Schmelzwasserbächen zu suchen. Auch an den richtigen Stellen erfordert das Auffinden der Art etwas Mühe, da die Vorkommen mit ihren wenigen Exemplaren für gewöhnlich spärlich sind und die kleine Pflanze zusätzlich leicht übersehen wird.

Auf den baumlosen Anhöhen der Fjälls und etwas unterhalb der Waldgrenze wächst eine Schar weißblütiger Hornkräuter und Sternmieren (Stellaria). Die Blüten beider Gattungen haben fünf Blütenblätter, bei den Sternmieren sind sie aber so tief eingeschnitten, dass es nach 10 Blütenblättern aussieht. Unter den Arten seiner Gattung kann man das Arktische Hornkraut besonders mit zwei anderen großblütigen Hornkräutern der finnischen Fjälls verwechseln, dem Alpenhornkraut (C. alpinum), von dessen drei Unterarten ihm das Wollige Alpenhornkraut (ssp. lanatum) am ähnlichsten ist. Die sichere Artenbestimmung beruht auf den geringen Unterschieden am Kelchblatt und den Deckblättern der Blüten, für deren Erkennung eine Lupe fast unumgänglich ist. Für gewöhnlich weckt das Arktische Hornkraut mit seiner dichte Polster bildenden Wuchsart und den dicht stehenden Blättern als erstes die Aufmerksamkeit. Die Hornkräuter der finnischen Fjälls können sich auch untereinander kreuzen, das Arktische Hornkraut zumindest mit dem Alpenhornkraut und dem Quellenhornkraut (C. fontanum ssp. fontanum).

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