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Aufsteigender Steinbrech

Saxifraga adscendens

  • Familie: Steinbrechgewächse – Saxifragaceae
  • Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–25 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, mit vielen Blättern, drüsig behaart.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, weiß (manchmal gelblich-rötlich), ca. 1,5 cm breit; 5 Blütenblätter, 7–10 mm lang, etwa dreimal so lang wie die Kelchblätter, eingebuchtet. Fünf Kelchblätter. 10 Staubblätter. Gynoeceum am Grund verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blüten einzeln.
  • Blätter: Als Grundrosette und wechselständig längs des Stängels, grundständige Blätter lang verbleibend, sitzend. Grundständige Blätter fünfteilig, Laubblätter 3–7-teilig.
  • Frucht: Zweiteilige, kugelförmige Kapsel.
  • Standort: Trockene Felsabhänge, Schotterflächen, Trockenwiesen.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Der Aufsteigende Steinbrech ist in ganz Finnland eine bedrohte und geschützte Art.

Die meisten finnischen Steinbrecharten sind nördliche lappländische Pflanzen, in Südfinnland aber wachsen ein paar an die wärmeren Verhältnisse angepassten Arten. Der Aufsteigende Steinbrech ist eine Kalk benötigende, seltene Art auf Felsengrund in kargen Gebieten Finnlands. Die Art wächst hier und dort im Gebiet zwischen Kaarina und Nurmijärvi, die meisten Vorkommen liegen in der Region von Lohja, auf der Insel Kemiönsaari und auf den Kalkfelsen von Särkisalo. In der Regel sind die Vorkommen auf kleine Flächen beschränkt: Der für den Aufsteigenden Steinbrech geeignete Grund mag lediglich ein paar Quadratmeter umfassen und der Bestand besteht aus nur 50–200 Pflanzen. Als zweijährige Pflanze ist für den Aufsteigenden Steinbrech eine starke jährliche Schwankung in der Bestandsdichte typisch: Eine hunderte Exemplare starke Population kann schon im folgenden Jahr auf ein paar Exemplare geschrumpft sein. Selbst wenn von der Population nur noch eine einzige Pflanze sichtbar wäre, kann der Aufsteigende Steinbrech an alten Standorten aus dem Samenpool des Bodens wieder auftauchen.

Waldbrände und später in den Wäldern und auch auf den Felsen weidendes Vieh hielten die Standorte des Aufsteigenden Steinbrechs offen. Das Zuwachsen der Standorte mit Gras und anderem kann für den Aufsteigenden Steinbrech schlecht gewesen sein. Eine größere Bedrohung als die Konkurrenten innerhalb der Fauna ist jedoch der Mensch, der die Standorte der Art für sich in Anspruch nimmt. Der Abbau von Kalkstein hat die sowieso schon wenigen geeigneten Felsen zerstört, zusätzlich befinden sich die Standorte für gewöhnlich in der Nähe von Gewässern an guten Plätzen für Ferienhäuschen. Der auf die wenigen südlichen Kalkfelsen spezialisierte Aufsteigende Steinbrech ist in Finnland schon von sich aus selten. Für solche Arten ist es unbedingt wichtig, den Erhalt einer geeigneten Lebensumgebung zu gewährleisten, im Fall des Aufsteigenden Steinbrechs die von ihm besiedelten naturbelassenen Felsen.

Im südlichen Finnland kann man auch eine andere Steinbrechart finden, den kleinen Dreifingersteinbrech (S. tridactylites), dessen Blütenblätter deutlich kleiner und ungeteilt sind, oft ist die Pflanze auch deutlich kleiner.

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