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Bergjohanniskraut

Hypericum montanum

  • Familie: Johanniskrautgewächse – Hypericaceae
    (früher Clusiaceae (Guttiferae))
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–80 cm. Ein Stängel. Der Stängel ist fast oder ganz unverzweigt, walzenförmig, kahl, am Grund verholzend.
  • Blüte: Strahlig, 1,5–2,5 cm breit. 5 Blütenblätter, gelb, ohne Knoten, ungefleckt, ungestreift. 5 Kelchblätter, lanzettlich, spitz zulaufend, bewimpert. Viele Staubblätter, am Grund zu drei Sträußen verwachsen. Gynoeceum verwachsenblättrig, drei Griffel. Blütenstand dichtes, kurz verzweigtes Dichasium.
  • Blätter: Gegenständig, sitzend. Blattspreite eiförmig, am Grund herzförmig, auf der Unterseite entlang der Nerven und Ränder grobbehaart, am Rand oft schwarz gefleckt, obere oft durchscheinend gefleckt.
  • Frucht: Dreiteilige Kapsel.
  • Standort: Lichte Hangwälder und Abhänge.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Bergjohanniskraut ist in ganz Finnland geschützt.

Das Bergjohanniskraut ist eine südliche Pflanze der gemäßigten Zonen Europas und Nordafrikas. Der nordöstlichste Fundort der Art liegt in Finnland, in Lohja, nördlich des Horma-Sees. Dort wurde die Pflanze 1888 zum ersten Mal für die Sammlungen des Museums gesammelt und in derselben Region sammelte man sie auch später noch oft – sogar so eifrig, dass ein Bestand möglicherweise durch das Sammeln zurückging. Glücklicherweise wurde das Bergjohanniskraut im Sammeleifer für die Museumsbestände nicht bis zur letzten Pflanze gepflückt. Heutzutage ist die geschützte Art nicht durch das Sammeln bedroht, das Schicksal des sehr lokal vorkommenden Bergjohanniskrauts hängt jedoch stark von der Freizeitbebauung ab. Mehr als 90% des kleinen finnischen Bestands liegt auf Grundstücken für Freizeitwohnungen oder an Straßenböschungen. Die lokalen Landbesitzer stehen der Art glücklicherweise positiv gegenüber und so erscheint die Zukunft des Bergjohanniskrautbestands derzeit in günstigem Licht. An lichten bis hin zu geradezu sonnenverbrannten Südhängen in eher trockenen Hangwäldern und an Felsabhängen sollte man die Art suchen – den Hausfrieden der Sommerhausbewohner dabei wahrend.

Von der anderen in Finnland vorkommenden Johanniskraut-Art mit walzenförmigem Stängel, dem Behaarten Johanniskraut (H. hirsutum) kann man das Bergjohanniskraut mithilfe des kahlen Stängels, der am Grund herzförmigen Blätter und der bewimperten Kelchblätter unterscheiden.

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