Lupinus luteus Lupinus luteus Lupinus albus

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Blaue Lupine

Lupinus angustifolius

  • Familie: Schmetterlingsblütengewächse – Fabaceae (Leguminosae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 30-60 cm. Stängel anliegend behaart.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, leuchtend hellblau oder manchmal weiß, 11–13 mm lang, schmetterlingsartig (fünf Blütenblätter, von denen zuoberst die Fahne, seitlich die Flügel, zuunterst das aus zwei Blütenblättern gebildete Schiffchen). Kelch zweilippig, obere Lippe deutlich kürzer als die untere, tief eingekerbt. 10 Staubblätter, Staubfäden am Grund miteinander verwachsen. Gynoeceum einblättrig und mit einer Narbe. Blütenstand lange, dichte Traube am Stängelende.
  • Blätter: Wechselständig, langstielig, mit Nebenblättern. Blattspreite gefingert. 7–9 Lappen, schmal linealisch, gestutzt, ganzrandig.
  • Frucht: 4–6 cm lange, kurzbehaarte, gelb-braune – schwarze Hülse mit 4–6 Samen.
  • Standort: Felder, Gärten, Wegränder, Brachland, Häfen. Manchmal Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Der Name der Lupinen ist vom lateinischen Wort Lupus, „Wolf“, abgeleitet, mit denen der antike Naturforscher Plinius die sich gierig ausbreitenden Pflanzen verglich. Er meinte damit die südeuropäischen einjährigen Arten, unter anderem die Blaue Lupine. Diese haben im Mittelmeerraum eine jahrtausendealte Geschichte als Bodenverbesserungs-, Futter- und Nahrungspflanze. Im finnischen Klima gelangen die Samen nicht zur Reife, man machte jedoch Versuche mit ihnen in Form von im Herbst unterzupflügenden natürlichen Gründünger. In Russland wird Lupinensamen seit Langem weit verbreitet als Kaffee-Ersatz verwendet und diese Nutzung breitete sich ihrerzeit auch auf die finnische Seite, nach Ladoga-Karelien, aus. Die alten finnischen Namen „Kaffeebohne, Kaffeelupine” bezeichnen genau diese Art. Besonders im Ersten Weltkrieg untersuchten die Deutschen eifrig die Möglichkeiten der Lupinen als Nutzpflanzen und bemerkten ihr großes Potenzial. Man berichtet, dass 1918 in Hamburg richtige Lupinenmahlzeiten zubereitet wurden: Die gereichte Vorspeise, die aus gepresster Proteinmasse hergestellten Bratlinge, bis hin zur Margarine, dem Käse und dem Kaffee nach dem Essen waren alle aus Lupinen zubereitet.

Heutzutage wird die Blaue Lupine in Finnland meist als Zierpflanze gehalten, die vereinzelt verwildert und eine Zeit lang auf Brachland wachsen kann. Ihre Fiederblättchen sind deutlich schmaler als die ihrer Verwandten, der Vielblättrigen Lupine (L. polyphyllus). Die Gelbe Lupine (L. luteus) und die Weiße Lupine (L. albus) wachsen in Finnland meist in Blumenbeeten und nur selten in der Natur – manchmal trifft man sie auf Brachland und in der Nähe von Holzabladestellen. Ihre Blüten stehen in etwas dichteren Trauben als bei der Vielblättrigen Lupine.

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