Aconitum x stoerkianum Aconitum x stoerkianum Aconitum x stoerkianum Aconitum x stoerkianum Aconitum x stoerkianum Aconitum x stoerkianum

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Blauer Eisenhut

Aconitum napellus ssp. lusitanicum

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock knollenartig.
  • Höhe: 0,8–1,5 m. Stängeloberteil behaart.
  • Blüte: Blütenhülle zweiseitig symmetrisch, dunkel violettblau, ca. 2 cm hoch. Fünf Kelchblätter, wie Kronenblätter, oberstes helmförmig, gewöhnlich etwas breiter als hoch, dicht behaart und gräulich. Zwei Blütenblätter als Honigblätter innen im helmförmigen Kelchblatt. Viele Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, gewöhnlich 3 Fruchtblätter. Blütenstand unverzweigte oder am Grund wenig verzweigte, dicht kurzbehaarte oder manchmal kahle Traube.
  • Blätter: Gegenständig, grundständige Blätter langstielig, Laubblätter kurzstielig-sitzend. Blattspreite auf der Oberseite oft behaart, bis zum Grund dreiteilig, Lappen schmal, spitz und ebenfalls tief eingeschnitten.
  • Frucht: Gebogene, kahle, an den Spitzen stachlige, ca. 17 mm lange Hülse, von denen normalerweise drei zusammen.
  • Standort: Höfe, Parkanlagen, Wegränder, Brachland, Laubwälder und Bachtäler. Zierpflanze, recht selten verwildert, aber lange überdauernd.
  • Blütezeit: Juni–September.

Die Eisenhüte schützen sich vor Pflanzenfressern durch einen Giftcocktail, der unter anderem das der Gattung den wissenschaftlichen Namen verliehene Akonitin und damit verwandte Alkaloide enthält. Besonders penibel schützt die Pflanze ihre Wurzeln, aber auch alle ihre oberirdischen Teile sind giftig. Die Giftigkeit der Eisenhüte ist schon lange bekannt und aus dem daraus gewonnenen Sud wurde in Frühzeiten beispielsweise Pfeilgift hergestellt. Zu Beginn der westlichen Zivilisation wussten die Römer, Griechen und Araber den Eisenhut im Krieg, zur Vernichtung von wilden Tieren als auch zur Erledigung schwieriger Ehegatten, politischer Gegner und anderer Feinde einzusetzen.

Einige Gramm vom Wurzelstock des Eisenhuts scheinen nicht viel, reichen aber aus, um schlimme Symptome hervorzurufen, die innerhalb einiger Stunden zum qualvollen Tod führen. Andererseits können die Wurzel und das reine Akonitin des Eisenhuts richtig dosiert als Schmerzmittel, zur Verhinderung von Entzündungen und zur Erweiterung von Blutgefäßen beispielsweise bei Herzkranzgefäßkrankheiten eingesetzt werden. Obwohl man sagt, der Eisenhut sei in kalten Ländern weniger giftig als in warmen Ländern, sollte man von Versuchen auf eigene Faust absehen.

Die prächtigen Eisenhüte werden in Finnland weit verbreitet als Zierpflanze angebaut. In Finnland bevorzugt man neben dem Blauen Eisenhut den aus einer Kreuzung stammenden Garteneisenhut (A. × stoerkianum), dessen Blütenfarbe je nach Sorte von weiß und blau gefärbt bis Blaurot geht. In der finnischen Natur wächst zusätzlich selten der Gelbe Eisenhut (A. lycoctonum), bei dem das oberste, helmartige Blütenblatt der Blüte deutlich höher ist als bei seinen Verwandten und die Blätter weniger eingeschnitten sind. Auch er wird manchmal in Gärten angepflanzt, allerdings sind nicht alle von seiner Schönheit gleichermaßen überzeugt.

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