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Boretsch

Borago officinalis

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Synonym: Gurkenkraut
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 15–60 cm. Stängel für gewöhnlich verzweigt, dicht behaart.
  • Blüte: Strahlig, 15–25 mm breit. Blumenkrone blau, selten weiß, verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln, fünfteilig, Lappen spitz. Am Schlund der Blumenkrone fünf weiße Schuppen. Kelch verwachsenblättrig, tief fünfteilig, Lappen schmal, spitz. 5 Staubblätter, als kegelförmige Gruppe sichtbar. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand halbseitiges Dichasium, d. h. Wickel.
  • Blätter: Wechselständig. Grundständige Blätter gestielt, obere stängelumfassend. Blattspreite länglich–eiförmig, ungeteilt, fleischig, behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) nussartig, an der Oberfläche faltig.
  • Standort: Höfe, Gärten, Felder, Brachland, Mülldeponien. Zier- und Kulturpflanze, manchmal Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juni–August.

Der Boretsch ist eine einjährige und schnell wachsende, lustig überall struwwelig behaarte krautige Pflanze. Er stammt aus dem Westteil des Mittelmeerraums, hat sich aber mit der Kultur zusammen in fast ganz Europa ausgebreitet. In der finnischen Natur trifft man ihn nur vereinzelt als Unkraut oder Kulturflüchtling an. Der Boretsch ist eine alte Heilpflanze, die auch im finnischen Klima gut gedeiht. Seine Blüten und die blühenden Astteile wurden frisch und getrocknet beispielsweise bei der Behandlung von Fieber, als Diuretikum und bei Frauenleiden sowie bei der Behandlung von Angst- und Depressionszuständen verwendet. Dem Boretsch wurden auch noch mystischere Eigenschaften zugeschrieben: Man glaubte, dass der aus der Pflanze extrahierte Tee die geistigen Kräfte stärkte und allein das Tragen frischer Blüten im Knopfloch soll angeblich den Mut vermehrt und vor Gefahren geschützt haben! Die frischen jungen Blätter kann man für Salat und Suppen verwenden, größere beispielsweise als Wickel für Krautwickel – sie erinnern im Geschmack an Gurken, woher der manchmal für die Pflanze verwendete Name „Gurkenkraut“ herrührt. Wegen der Stacheligkeit der Blätter sollte man sie entweder ganz klein zerhacken oder in kochendes Wasser tauchen, um die Härchen aufzuweichen. Der Boretsch enthält in geringer Menge für die Leber schädliche Pyrrolizidinalkaloide, weswegen aus ihm hergestellte Erzeugnisse nur in Apotheken verkauft werden dürfen. Auch der Hobbygärtner sollte den Boretsch nicht in großen Mengen oder regelmäßig konsumieren. Der Boretsch ist auch eine hervorragende Nektarpflanze und seine Blüten besuchen die Bienen und Hummeln zahlreich.

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