Iris sibirica Iris sibirica Iris sibirica Iris versicolor Iris versicolor Iris versicolor Iris pallida Iris pallida Iris pumila

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Deutsche Schwertlilie

Iris germanica

  • Familie: Schwertliliengewächse – Iridaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock dick, sich windend.
  • Höhe: 40–90 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, walzenförmig, kompakt.
  • Blüte: Blütenhülle strahlig, dunkel blaurot-hellbau (manchmal rot, gelb oder weiß), 8–15 cm breit; sechs Blütenblätter in zwei getrennten Wirteln. Drei Außenhüllenblätter, nach unten gebogen; drei Innenhüllenblätter, so lang wie die Außenhüllenblätter, breit verkehrt eiförmig, aufrecht. 3 Staubblätter. Gynoeceum mit drei Griffeln, drei Narben, Griffellappen groß, blütenhüllenartig, kürzer als die Innenhüllenblätter. Blütenstand 2–4­blütig, Dichasium-artig. Blüte duftend.
  • Blätter: Am Grund, sitzend, 30–70 cm lang, Laubblätter kleiner. Blattspreite schwertartig, ganzrandig, parallelnervig, für gewöhnlich etwas graugrün.
  • Frucht: Längliche, sich dreiteilig öffnende, 4–5 cm lange Kapsel. Samen entwickeln sich selten.
  • Standort: Höfe, Gärten, Wegränder, Ufer. Zierpflanze, manchmal ausgewildert.
  • Blütezeit: Juni.

Die Schwertlilien sind anhand ihrer schwertförmigen Blätter und ihrer charakteristischen Blüten leicht zu erkennen. Zum ursprünglich vorkommenden finnischen Pflanzenbestand gehört nur die Wasserschwertlilie (I. pseudacorus), aber auch andere Schwertlilien kommen hier als Überreste von Zierpflanzen vor. Die Deutsche Schwertlilie mitsamt ihren Verwandten ist in Finnland die beliebteste Staude ihrer Gattung. In der Tat ist sie keine einfache Art, sondern eine komplette Artengruppe. Die Urform der Deutschen Schwertlilien stammt bereits selber aus einer Kreuzung und produziert nur selten Samen. Die ursprünglich vorkommende Deutsche Schwertlilie wurde mit ähnlich aussehenden nahestehenden Arten seit Anfang des 20. Jahrhunderts gekreuzt, was eine ungeheure Zahl unterschiedlichster Sorten hervorbrachte. Unter den Blüten der verschiedenen Kreuzungen sind fast alle möglichen Farbvarianten vertreten, am verbreitetsten sind die violetten, weißen und gelborangefarbenen Hybriden. Die Farbpalette der Blüten der Schwertlilien macht auch dem wissenschaftlichen Namen Iris Ehre, der im frühen Griechisch „Regenbogen“ bedeutet.

Die Züchtung der Schwertlilien erfolgte oft auf Kosten der Haltbarkeit und leichten Pflege: Die am weitesten gezüchteten, hoch wachsenden und großblütigen, prächtigsten Sorten benötigen viel Pflege, um von Jahr zu Jahr zu blühen. Die etwas unscheinbareren, mittelhohen und recht kleinblütigen alten Sorten sind schon mit deutlich weniger zufrieden: Sie brauchen nicht geteilt, umgesetzt oder im Winter geschützt zu werden, sie überdauern sich selbst überlassen oft über sehr lange Zeit. Der dicke Wurzelstock der Deutschen Schwertlilie hält sich in der dichten Naturvegetation gut und die Blätter der Schwertlilie können noch Jahrzehnte, nachdem der Bestand sich selber überlassen wurde, aus dem Blätterwerk der übrigen Pflanzen herausragen. Die in die Natur verwilderten blaublütigen Schwertlilien können auch die Sibirische Schwertlilie (I. siberica) sein, die bereits in Estland natürlich vorkommend wächst. Die Blätter dieser Art sind schmaler und die Blüte kleiner als bei der Deutschen Schwertlilie.

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