Anemone sylvestris Anemone canadensis

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Dreiblattwindröschen

Anemone trifolia

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock lang, sich windend, grauweiß, ausläuferartig.
  • Höhe: 15–30 cm. Stängel unverzweigt, fast kahl, oft am Grund purpurrot.
  • Blüte: Blütenhülle strahlig, weiß oder hellrötlich, 30–43 mm breit. 6–8 Blütenblätter, kahl. Viele Staubblätter, weiß oder bläulich. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. Blüten für gewöhnlich einzeln am Ende des Stängels.
  • Blätter: Grundständige Blätter einzeln, nicht neben dem Blütenstiel, langstielig, überdauern lange. Laubblätter als dreiblättriger Wirtel, kurzstielig, dunkelgrün. Blattspreite dreifiedrig; Fiederblättchen lanzettlich, ungeteilt, gesägt.
  • Frucht: Längliche, behaarte, kurzborstige, 4–6 mm lange Nuss, von denen mehrere beieinander stehen. Fruchtstand aufrecht.
  • Standort: Laubwälder, laubwaldartige Heidewälder, besonders Kiesrücken und Senken.
  • Blütezeit: Mai.

Das Dreiblattwindröschen ist in ganz Finnland geschützt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Dreiblattwindröschens ist sehr aufgesplittert. Man nimmt an, dass dies das hohe Alter der Art widerspiegelt, und hält es so für den ältesten Vertreter seiner Gruppe. Das Dreiblattwindröschen hat in Eurasien drei getrennte Verbreitungszentren, eines in den Pyrenäen in Südwesteuropa, ein anderes in den Südalpen in Mitteleuropa und ein drittes im Osten in den Südostteilen der Karpaten.

Im Jahr 1929 wurde ein viertes Vorkommen des Dreiblattwindröschens in einem laubwaldartigen Wald im finnischen Vääksy bei Asikkala gefunden. Später wurde die Art auch anderswo in Süd-Häme gefunden. Dieses nach wie vor einzige skandinavische Vorkommen befindet sich in einer Gegend, deren Pflanzenwelt recht gründlich untersucht wurde. Für die Verbreitung des Dreiblattwindröschens in die finnischen Wälder hat man keine richtige Erklärung gefunden. Die natürliche Verbreitung über Vögel ist zwar möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Die Botaniker vermuteten, dass jemand vor Zeiten das Dreiblattwindröschen absichtlich ausgesät habe, möglicherweise der an seltenen Pflanzen interessierte Botanikprofessor der Universität Helsinki, J. P. Norrlin, dessen Sommerhaus ganz in der Nähe des ersten Fundortes liegt. Außerhalb Finnlands wird die Art in Gärten als Bodendecker angepflanzt und zumindest Pflänzchen sind auch schon nach Finnland eingeführt worden. Als Zierpflanze werden auch das europäische Große Windröschen (A. sylvestris) und das nordamerikanische Kanadische Windröschen (A. canadensis, syn. Anemonidium canadense) angepflanzt, die unter günstigen Bedingungen in die Natur auswildern und ihr Glück dort versuchen können.

Anders als bei den bekannten Arten, dem Buschwindröschen und dem Gelben Windröschen bleiben die Blätter des Dreiblattwindröschens bis in den Herbst grün. Die Blätter sind dunkelgrün und dreifiedrig, aber nicht eingeschnitten oder grob gezähnt wie bei den Verwandten, sondern dicht gesägt.

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