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Drüsiges Springkraut

Impatiens glandulifera

  • Familie: Springkrautgewächse – Balsaminaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 50–150 cm. Stängel fast unverzweigt, hohl, saftig, oft rötlich.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch, 2,5–4 cm lang. 5 Blütenblätter, dunkel- oder hellrot oder weiß, die unteren vier jeweils zu zweien miteinander verwachsen. 3 Kelchblätter, das unterste sackförmig, schmaler, nach unten gebogener Sporn in der Farbe der Blütenblätter. Fünf Staubblätter, Staubbeutel miteinander verwachsen. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, fünf Narben. Blütenstand achselständige, aufrechte Traube mit 5–12 Blüten.
  • Blätter: Die untersten jeweils zu zweien gegenständig, die oberen für gewöhnlich zu dritt in Wirteln. Blätter gestielt, am Grund große sitzende Drüse. Blattspreite länglich–eiförmig, dick, brüchig, am Rand eng gezähnt (30–45 Zähne auf jeder Hälfte).
  • Frucht: Fünfteilige Kapsel, die bei Reife entlang der Säume aufbricht und die Samen in die Luft schleudert.
  • Standort: Höfe, Gärten, Wegränder, Waldränder, Bachläufe, Gräben und Brachland. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juni–September(–Oktober).
  • Invasivitätsbewertung: Invasive gebietsfremde Art (Neophyt).

Die Familie der tropischen Springkrautgewächse vertritt in Finnland und in ganz Europa ursprünglich nur eine einzige Art, das Echte Springkraut (I. noli-tangere). Von den Hängen des Westhimalayas aus einer Höhe von zwei- bis dreitausend Metern hat sich in Finnland trotzdem auch das stattliche Drüsige Springkraut etabliert. Nach Auffassung vieler Leute hat es sich hier sogar ein bisschen zu gut eingelebt, da es schnell die bewohnten Gegenden Südfinnlands eroberte und es immer mehr Informationen über seine Etablierung auch inmitten der natürlich vorkommenden Vegetation gibt.

Das Drüsige Springkraut begann seine Flucht als Zierpflanze in Gärten. Wegen seiner Pflegeleichtigkeit und seiner Stattlichkeit wurde das Drüsige Springkraut zu einer sehr beliebten Zierde der Höfe. Es respektiert jedoch nicht die Grenzen des Blumenbeets, sondern breitet sich ohne Hemmungen dorthin aus, wo es will. Die keulenförmige Kapsel der Art reißt, wenn sie reif ist, schon bei der kleinsten Berührung auf und schleudert die Samen recht weit weg von der Mutterpflanze. Die frühesten Daten über den Flüchtling stammen aus den 1970er Jahren und die Pflanze hat sich erst in den 1990er Jahren stark verbreitet, sodass hier noch der Reiz des Neuartigen besteht. In Mitteleuropa wuchert das als lästiges Unkraut angesehene Drüsige Springkraut in großen, dichten, mannshohen Pflanzenbeständen entlang von Flussläufen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob das Drüsige Springkraut auch in Finnland zu einer Landplage wird. Die Frostempfindlichkeit der einjährigen Springkräuter gegenüber Frösten zu Sommerbeginn und im Herbst könnte die Verbreitung in Finnland zumindest nach Norden hin begrenzen.

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