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Echtes Fettkraut

Pinguicula vulgaris

  • Familie: Wasserschlauchgewächse – Lentibulariaceae
  • Höhe: 10-20 cm.
  • Blüte: Kelch und Blumenkrone zweilippig. Blumenkrone mit Sporn, kräftig blaurot, weißgefleckt. Sporn schmal und gerade. Zwei Staubblätter, verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig. Blüten einzeln an den Spitzen der ca. 10 cm langen Blütenstängel.
  • Blätter: Ungeteilte Blätter als Grundrosette. Blattspreite 2–2,5 cm lang, länglich, Ränder leicht nach oben gebogen, auf der Unterseite kahl. Auf der Oberseite der Blätter Drüsenhaare und sitzende Drüsen.
  • Frucht: Gelbbraune, längliche Kapsel. Samen hell, schmal, an der Oberfläche sehr fein mit einem Netz überzogen.
  • Standort: Flachmoore, feuchte Wiesen, Quellfluren, Uferhänge, Schotterflächen und feuchte Felswände.
  • Blütezeit: Juni-Juli.

Von den Wasserschlauchgewächsen gibt es zwei Gattungen: die Fettkräuter (Pinguicula spp.) und die Wasserschläuche (Utricularia spp.). Zur gemeinsamen Gattung der Fettkräuter gehören 35-50 hauptsächlich in Europa, Nordasien und Amerika wachsende Arten. (In Finnland drei Arten; Echtes Fettkraut P. vulgaris, Pinguicula alpina und Pinguicula villosa.)

Pinguiculas meiden trockene Standorte. Wie die Sonnentau-Arten (Drosera spp.) auch bekommen sie Nährstoffe, indem sie Insekten fangen. Die Drüsenhaare an der Oberseite der Blätter sondern einen Schleim zum Fangen ab und die sitzenden Drüsen Enzyme zum Auflösen.

Die Fettkräuter haben sich an die Insektenbestäubung angepasst, das Echte Fettkraut besuchen Bienen und Hummeln. Die Fettkräuter überwintern mit Hilfe von zwiebelartigen Überwinterungsknospen. Das Echte Fettkraut wurde als Labmittel für Milch und als Medizin bei Keuchhusten und Fieber sowie zur Förderung des Haarwachstums und bei der Färbung von Haaren verwendet.

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