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Echtes Springkraut

Impatiens noli-tangere

  • Familie: Springkrautgewächse – Balsaminaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 30–70 cm. Stängel am Oberteil etwas verzweigt, knotig, saftig, brüchig.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch, 3–4 cm lang. 5 Blütenblätter, gelb, schwach rot gepunktet, die untersten vier zu zweit miteinander verwachsen. 3 Kelchblätter, von denen das unterste sackförmig, wie die Blütenblätter gefärbt ist, allmählich schmaler werdender Sporn, der für gewöhnlich höchstens 90° nach vorne gekrümmt ist, manchmal jedoch auch stärker. Fünf Staubblätter, Staubbeutel miteinander verwachsen. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, fünf Narben. Blütenstand unter das Deckblatt gebogene Traube mit 2-4 Blüten. Geschlossene, selbstbestäubende Zwergblüten verbreitet.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt. Blattspreite länglich–eiförmig, dünn, spärlich gezähnt (7–16 Zähne auf jeder Hälfte).
  • Frucht: Fünfteilige, hängende Kapsel, die bei Reife entlang der Säume aufbricht und die Samen in die Luft schleudert.
  • Standort: Laubwälder an Bachläufen, fruchtbare Fichtenmoorwälder, Quellfluren.
  • Blütezeit: Juli–September.

Das Echte Springkraut ist in den Bezirken Oulu und Lappland geschützt.

Das einjährige Echte Springkraut keimt im Frühjahr und die ein paar Zentimeter großen Pflänzchen mit ihren großen, herzförmigen Keimblättern sammeln Kräfte für die Blüte bis weit in den Sommer hinein. Erst im Juli oder sogar noch später im Spätsommer erreicht die Pflanze ihre ganze Größe und Pracht. Das blühende Echte Springkraut unterscheidet man schon von Weitem, besonders weil die Vorkommen oft umfangreich und dicht sind. Die Blütezeit der Art ist lang, von Mitte/Ende Juni bis Ende September. Lediglich die Deich- und Gartenhummeln haben einen ausreichend langen Saugrüssel, um die Blüte zu bestäuben, aber es ist für sie nicht immer leicht, die fast unter den Blättern versteckten, nicht duftenden Blüten im Schatten der Laubwälder zu finden. Das Echte Springkraut sichert seine Samenproduktion dann auch mithilfe geschlossener, sich selbst bestäubender Zwergblüten. Es besteht auch durchaus Anlass, in die Blüte zu investieren, da es als einjährige Art ganz auf die Samenproduktion angewiesen ist.

Die meisten europäischen Namen der Pflanze weisen auf die bekannte Eigenschaft der keulenförmigen Kapselfrüchte hin, die sich schon bei der kleinsten Berührung explosionsartig öffnen: Die fünf Lappen ziehen sich schnell von unten nach oben zusammen und schleudern die Samen in alle Richtungen rund um die Mutterpflanze. Auch der wissenschaftliche Name des Echten Springkrauts warnt davor, er bedeutet „rühr mich nicht an“.

Das in Finnland eingeschleppte seltene Orangefarbene Springkraut (I. capensis) ähnelt dem Echten Springkraut. Die Blüten des Orangefarbenen Springkrauts sind jedoch rotgelb und ihr Sporn verjüngt sich stärker und ist stärker nach vorne gekrümmt.

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