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Efeublättriger Ehrenpreis

Veronica hederifolia

  • Familie: Wegerichgewächse – Plantaginaceae
    (früher Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–40 cm. Stängel schlaff, behaart.
  • Blüte: Blumenkrone fast strahlig, blau-blaurot, dunkel gestreift, 4-9 mm breit, vierteilig, verwachsenblättrig mit kurzer Kronröhre und flachen Kronblattzipfeln. Kelch vierteilig, Lappen eiförmig, zumindest an den Rändern stark behaart. 2 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, eine Narbe. Blüten einzeln in den Blattachseln. Blütenstiel so lang wie das Deckblatt.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite fast rund, handnervig, schwach 3–5(–7)-teilig, Mittellappen größer als die anderen.
  • Frucht: Dicke, kahle Kapsel.
  • Standort: Gärten, Anbauflächen, Häfen, Holzabladeflächen, Gebüsche, Laubwälder.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Der Efeublättrige Ehrenpreis gehört zur Gruppe der Ehrenpreise mit schlaffem Stängel, bei denen die Blüten einzeln aus den Blattachseln herauswachsen. Von anderen Arten unterscheidet man ihn leicht aufgrund seiner rundlichen, handnervigen und eingeschnittenen Blätter. Der Efeublättrige Ehrenpreis ist in Finnland nur auf Åland ein etabliertes Unkraut auf Anbauflächen, sehr selten kann man ihn in den Schären von Varsinais-Suomi und auf dem Festland offensichtlich nur vereinzelt antreffen. Die Art keimt für gewöhnlich schon im Spätsommer oder Herbst und übersteht milde Winter ohne einen erkennbaren Schutz. An wärmeren Stellen beginnt er schon im März zu blühen, für gewöhnlich allerdings liegt die Blütezeit in den Frühjahrsmonaten. Schon im Juni hat das kurze, dicht gedrängte Leben des Efeublättrigen Ehrenpreises ein Ende und die Pflanze verdorrt. Wie viele andere Unkräuter auch ist er flexibel und kann manchmal auch im Frühjahr keimen und im Sommer oder Herbst blühen.

Die kleine Blumenkrone des Efeublättrigen Ehrenpreises ist blassblau und für das menschliche Auge ausgesprochen unscheinbar. Für Insekten scheint sie jedoch interessant zu sein, sodass es in den Blüten immer wieder zu Fremdbestäubung kommt. Bei schlechtem Wetter kann die Blüte geschlossen bleiben, ohne dass die Samenentwicklung darunter zu leiden scheint, und Selbstbestäubung scheint eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Die wenigen, bootsförmigen Samen sind überraschend groß. An ihnen befindet sich wie bei den anderen Ehrenpreisen auch ein ölhaltiges Anhängsel, um Ameisen zur Verbreitung der Samen anzulocken. Eine mit dieser Verbreitungsart verbundene Anpassung scheint auch die während der Fruchtreifung zunehmende Neigung der Blütenstiele zur Erdoberfläche hin zu sein – näher zu den Ameisen.

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