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Einjährige Fetthenne

Sedum annuum

  • Familie: Dickblattgewächse – Crassulaceae
  • Wuchsform: Ein- oder zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 5–10 cm. Stängel aufrecht, am Grund verzweigt, Zweige aufrecht, an der Spitze nach unten gebogen.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, (grünlich)gelb, ca. 1 cm breit; fünf Blütenblätter, 3–4 mm lang. Fünf Kelchblätter. 10 Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, 5 Fruchtblätter. Blütenstand lockeres Dichasium.
  • Blätter: Wechselständig, sitzend, wenige. Blattspreite eher walzenförmig, beidseitig flach, kahl, fleischig, anfangs gelbgrün, später oft rotbraun gepunktet.
  • Frucht: Hülse mit vielen Samen, von denen fünf zusammen.
  • Standort: Felsen, schroffe Abhänge, Abhänge, Trockenwiesen, Mauern, baumlose Anhöhen im Fjäll.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Viele in Finnland in der Natur wachsende Dickblattgewächse sind aus dem Garten entkommende Zierpflanzen und die Verbreitung der ursprünglich vorkommenden finnischen Arten hat sich im Zuge der Umpflanzaktionen in die Gärten geändert. Die kurzlebige – ein- oder höchstens zweijährige – Einjährige Fetthenne eignet sich nicht richtig für den Felsengarten, aber ihre Verbreitung ist trotzdem interessant zweigeteilt.

Die Einjährige Fetthenne wächst hier und dort auf Åland, in Varsinais-Suomi und an der Küste von Uusimaa sowie im Kymenlaakso. Vorkommen im Binnenland gibt es in Süd- und Nordhäme, Satakunta und Süd-Savo. Außer in Südfinnland kommt die Art auch in Lappland, an den Südhängen der großen Fjälls von Enontekiö vor. Bestände existieren beispielsweise in Saana, Malla, Annjaloanji und Saivaara. In Südfinnland verlangt die Art sauren Untergrund, im Norden jedoch eignen sich auch die Abhänge der Kalkfjälls als Standorte. Bei dem kargen Felsengrund Finnlands gäbe es im gesamten Land saure Böden, die Grenzen der Verbreitung der Einjährigen Fetthenne werden aber vor allem vom Klima gezogen.

Die Einjährige Fetthenne ist sowohl an der Küste als auch im Nordwestzipfel Finnlands eine Pflanze feuchten maritimen Klimas, im Binnenland gewährt das Mikroklima der großen Seen das Gedeihen der Art. Die oft schon vor den Trockenperioden im Hochsommer absterbende und hart werdende Einjährige Fetthenne schafft es buchstäblich nicht, die Wasser sparenden Eigenschaften ihrer Triebe zu nutzen – als wenn diese im feuchten Klima zum Einsatz kämen. Im Fall der Einjährigen Fetthenne kann der Charakter als Sukkulentenpflanze eine von ihren Vorfahren vererbte Eigenschaft sein, die im Lauf der Entwicklung ihre ursprüngliche Bedeutung verloren hat.

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