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Färber-Hundskamille

Cota tinctoria

  • Synonym: Anthemis tinctoria
  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20-80 cm.
  • Blüte: Das von den Deckblättern geschützte, strahlige, 2,5-4,5 cm breite Körbchen besteht aus zahlreichen Randblümchen und Scheibenblüten. Keine Kelche. Die Randblümchen sind eingeschlechtige Stempelblüten. Die gelbe Blumenkrone ist verwachsenblättrig, zungenförmig, an der Spitze dreizähnig. Am Grund der zweigeschlechtigen Scheibenblüten befindet sich ein Spreublatt so lang wie die Blüte. Die gelbe Blumenkrone ist röhrenförmig, fünfteilig. Das zweizählige Gynoeceum ist verwachsenblättrig. Ein Griffel. Zwei Narben. Fünf Staubblätter. Die Staubbeutel der Staubblätter sind miteinander zu einer Röhre um den Griffel herum verwachsen.
  • Blätter: Wechselständig, fast sitzend, doppelt fiederspaltig oder gefiedert, auf der Unterseite dichtbehaart. Die Fiederblättchen sind gezähnt, an den Spitzen stachlig.
  • Frucht: Braune, flache, kantige Nuss, deren Spitze ein Hautsaum säumt (aus verkümmertem Pappus gebildeter Ring).
  • Standort: Wegränder, Halden, Trockenwiesen, Felsen, Brachland.
  • Blütezeit: Juni-September.

Die mehrjährige Färber-Hundskamille ist ein aromatisch riechendes Korbblütengewächs. Die das Körbchen von der Außenseite her schützenden Deckblätter stehen in mehreren Reihen, sind schmal, häutig berandet, an der Spitze rund, am Rand bewimpert und behaart.

Die Färber-Hundskamille ist in Finnland ein Ankömmling aus Vorzeiten, d. h. ein Archäophyt. Ihre Nüsse wurden in der Gegend von Turku in Erdschichten aus dem 14. bis 16. Jahrhundert gefunden. Die Pflanze wurde früher zur Gelbfärbung und zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. Heutzutage ist die Färber-Hundskamille eine recht beliebte Zierpflanze in Gärten. Die Zeit ihrer größten Verbreitung hatte die Art mit Ausweitung des Heuanbaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Rückgang begann mit der Entwicklung der Anbautechniken. Heutzutage trifft man die Färber-Hundskamille am häufigsten auf trockenen Wiesen und an Wegrändern an. Im Unterschied zu dem im Ganzen gelben Blütenstand der Färber-Hundskamille sind die Randblümchen der anderen in Finnland wachsenden Hundskamillen weiß.

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