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Färberwaid

Isatis tinctoria

  • Familie: Kreuzblütengewächse – Brassicaceae (Cruciferae)
  • Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 40-100 cm.
  • Blüte: Strahlig. In der gelben Blumenkrone befinden sich vier 3-4 mm lange Blätter. Die Blätter des vierzähligen Kelchs sind an der Spitze stumpf, häutig berandet und kürzer als die Blütenblätter. Das verwachsenblättrige Gynoeceum ist zweizählig. Sechs Staubblätter, von denen zwei kurz und vier lang sind.
  • Blätter: Wechselständig. Der Stiel der Rosettenblätter ist lang, herablaufend. Die Blattspreite ist lanzettlich, kahl und am Rand schwach gezähnt. Die oberen Laubblätter sind sitzend, schmal länglich, stängelumfassend, am Grund pfeilförmig und für gewöhnlich ganzrandig.
  • Frucht: Eine durch eine Haut zweigeteilte Schote, die 12-18 mm lang, 6-7 mm breit, länglich – verkehrt eiförmig, flach, lockerwandig, am Rand häutig, hängend ist und einen Samen enthält. Der Stiel der Schote ist dünn, nach außen zeigend und ca. 7 mm lang. Der braune Samen ist behaart.
  • Standort: Steinige, sandige und schotterige Meeresufer, manchmal Blasentangwälle.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Der Färberwaid ist eine zweijährige Heil- und Färbepflanze. Er wurde zur Produktion des blauen Farbstoffs in Mitteleuropa bis ins 18. Jahrhundert viel angebaut. Als Kulturpflanze kam er außer Gebrauch, als man den indischen Farb-Indigo (Indigofera tinctoria) nach Europa einführte. Aus Indigo konnte man günstig einen qualitativ guten Farbstoff herstellen. Der aus dem Färberwaid erhältliche Farbstoff wurde für kriegerische Gesicht- und Hautbemalungen bereits zu Julius Cäsars Zeiten, etwas vor Beginn unserer Zeitrechnung, verwendet. Für denselben Verwendungszweck verwendeten später auch die Wikinger des Nordens die Pflanze.

Die Samen des Färberwaids sind ausgesprochen empfindlich gegenüber Frost. Daher ist die Art in Finnland nur an der Südwestküste heimisch geworden. Der Färberwaid oder “Brautkrone” erhielt seinen volkstümlichen Namen von der breiten goldgelben Rispe.

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