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Felsenfetthenne

Petrosedum rupestre

  • Synonym: Sedum rupestre, Sedum reflexum
  • Familie: Dickblattgewächse – Crassulaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 15–30 cm. Stängel aufsteigend, am Grund verholzend. Blütenlose Teile am Boden anliegend.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, goldgelb, ca. 1,5–2 cm breit; gewöhnlich sieben Blütenblätter (selten 5–9), spitz, 6–7 mm lang. Gewöhnlich 7 Kelchblätter. Gewöhnlich 14 Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, gewöhnlich 7 Fruchtblätter. Blütenstand doldentraubenartiges Dichasium. Blütenstand zur Knospenzeit nickend.
  • Blätter: Laubblätter an den oberen Stängelteilen, gegenständig, sitzend. Blattspreite linealisch, walzenförmig, gekrümmt, stachlichspitzig, fleischig, kahl, blaugrün.
  • Frucht: Hülse mit vielen Samen, von denen gewöhnlich sechs zusammen.
  • Standort: Felsen, Abhänge, Trockenwiesen, Brachland. Zierpflanze, recht oft verwildert.
  • Blütezeit: Juni-Juli.

Der Name der Felsenfetthenne ist nicht gerade bezeichnend: Fast alle Fetthennen wachsen besonders auf Felsen. Die Felsenfetthenne gedeiht außerdem nicht wie viele ihrer Verwandten auch in den kargsten Felsspalten, sondern verlangt einen etwas tieferen Nährboden, am besten Sand- oder Moränengrund.

Die Felsenfetthenne wächst natürlich vorkommend bereits an der Westküste Schwedens und auf den großen Ostseeinseln. In Finnland wurde die Art erst im Jahr 1881 zum ersten Mal gefunden, nördlich der gerade erst gegründeten Stadt Mariehamn. Die Pflanze könnte in Finnland zum ursprünglich vorkommenden Bestand gehören, der späte Fundzeitpunkt weist aber daraufhin, dass sie erst mit dem Menschen eingeschleppt wurde. Von den Schären siedelten Pflanzenfreunde die Felsenfetthenne an ihre Wohnorte überall in Südfinnland an, wo die Pflanze für gewöhnlich sehr gut gedeiht, sogar dazu neigt, sich in die Umgebung auszubreiten. Heutzutage wächst die Art auch auf dem Festland auf Felsen und an trockenen Abhängen als etablierte eingeschleppte Pflanze.

Unter dem Namen Felsenfetthenne kann man in der Gärtnerei auf viele verschiedene Pflanzen stoßen. Am ehesten wird die Felsenfetthenne mit P. fosterianum verwechselt. Die Felsenfetthenne ist aufrechter und kräftiger als P. fosterianum und blüht ein paar Wochen später. An der Spitze der Triebe bleibt beim überwinternden P. fosterianum ein kugelförmiges Blätterbüschel stehen, das noch bis weit in die Wachstumsperiode erkennbar ist. Die abgestorbenen Blätter fallen nicht einmal nach dem Verdorren ab, sondern verbleiben am Trieb.

Von den natürlich vorkommenden finnischen Arten ähnelt die Felsenfetthenne vom Gesamterscheinungsbild dem Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre), beide bilden mit ihren blütenlosen Stängeln und gelben Spitzen mit den Blütenständen dichte teppichartige Decken. Die Blütenstände der Felsenfetthenne steigen jedoch etwa doppelt so hoch nach oben und auch die Blätter sind etwa doppelt so lang. Zur Blütezeit ist die Unterscheidung der Arten auch sonst einfach: Der Scharfe Mauerpfeffer hat fünf Blütenblätter, die Felsenfetthenne hat mehr, für gewöhnlich sieben. Derselbe Unterschied zeigt sich auch in der Anzahl der Hülsenfrüchte, die außerdem beim Scharfen Mauerpfeffer sternförmig auseinander stehen, bei der Felsenfetthenne aufrecht herausstehen.

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