Ssp. croceum Lilium lancifolium Lilium lancifolium Lilium lancifolium

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Feuerlilie

Lilium bulbiferum

  • Familie: Liliengewächse – Liliaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Zwiebel in der Erde.
  • Höhe: 40–100 cm. Stängel steif, unverzweigt, bis oben mit Blättern besetzt, in den obersten Blattachseln für gewöhnlich schwarze Zwiebelchen.
  • Blüte: Blütenhülle strahlig, gelb-braun – orange, 5,5–8,5 cm breit. 6 Blütenblätter in zwei gleichen Wirteln, fast gerade, an der Spitze nach außen gebogen, mit schwarzen Tupfen, von innen knotig. 6 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blütenstand ist eine 1-5-blütige Dolde.
  • Blätter: Wechselständig. Blattspreite linealisch-lanzettlich, flach, parallelnervig, ganzrandig, am Rand behaart.
  • Frucht: Verkehrt eiförmige, sechskantige, dreiteilige Kapsel.
  • Standort: Gärten, Höfe, Parkanlagen, Wegränder, Waldränder, Laubwälder. Zierpflanze, manchmal Überrest aus Anbau.
  • Blütezeit: Juli–August.
    Das Zentrum des Formenreichtums der Liliengewächse befindet sich im Gebiet des Steppenklimas, Finnland am nächsten gelegen in den Mittelmeerländern, in Südosteuropa und in Zentralasien. Das natürliche Verbreitungsgebiet keiner einzigen Lilienart reicht bis nach Skandinavien, aber einige Arten haben sich als Überreste des Anbaus dort angesiedelt und von ihren Standorten auch in die Natur verbreitet, sodass man sie zum festen finnischen Artenbestand zählen kann.

Die Feuerlilie ist in Finnland vielen als „Kaiserkrone“ oder ähnlich bekannt. Dank ihrer Anspruchslosigkeit und Zähigkeit ist diese zu den schönsten finnischen Zierpflanzen zählende Art die in den hiesigen Gärten am weitesten verbreitete Lilie. Ungeachtet ihres südeuropäischen Ursprungs hat sie sich ausgezeichnet an das finnische Klima und den Boden angepasst. Das bezeugen beispielsweise die vielen Stellen alter Häuser, wo sich als einzige Zeichen für die Ansiedlung im Gras die rotgelben Lilienblüten wiegen. Die Feuerlilie verkümmert unter dem Druck der restlichen Vegetation schwerlich, statt dessen bleibt sie noch lange erhalten, nachdem die Gebäude schon verrottet und die Erinnerung an sie verschwunden sind. Die Art ist oft in die Natur ausgewildert, allerdings nur selten außerhalb von Parkanlagen und Gärten. Die Feuerlilie breitet sich außer über Zwiebeln und Samen mithilfe ihrer dunkelbraunen Zwiebelchen aus, die sich in den obersten Blattachseln entwickeln. Die gleichartige, etwas kräftigere Unterart der Feuerlilie mit größeren Blüten, die Ackerfeuerlilie (ssp. croceum) hat keine Zwiebelchen.

Die Tigerlilie (L. lancifolium) ist ebenso eine vielen Menschen bekannte Zierde des Gartens. Sie stammt aus China, gedeiht aber auch in Finnland noch hervorragend und verlangt fast keine Pflege. Man kann sie manchmal an verlassenen Höfen und auf grasigen Felsheiden finden, wenn die Zwiebeln oder Zwiebelchen ihrer eigenen Wege gegangen sind – die Tigerlilie vermehrt sich überhaupt nicht über Samen. Für die Tigerlilie charakteristisch sind die starke Zurückgerolltheit und die Tüpfelung der Blütenhülle, die ihr auch den auf das Raubtier verweisenden Namen gegeben haben – so mancher Spitzfindige mag allerdings angemerkt haben, dass ja der Tiger eigentlich nicht gepunktet, sondern gestreift ist.

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