Eryngium alpinum Eryngium alpinum Eryngium alpinum

© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Flachblättriger Mannstreu

Eryngium planum

  • Familie: Doldengewächse – Apiaceae (Umbelliferae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 30–60 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, kompakt.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, bläulich, weniger als 3 mm breit; 5 Blütenblätter, kürzer als die Kelchblätter. Fünf Kelchblätter. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, zwei Griffel, zwei Narben. Blütenstand dichte, körbchenartige Dolde. Hüllblätter groß, fast so lang wie der Blütenstand, untere schmal, grob gezähnt – am Rand stachlig, obere bläulich, ganzrandig oder fransig gezähnt.
  • Blätter: Wechselständig, Blattgrund scheidenartig, grundständige Blätter gestielt, obere sitzend. Blattspreite der unteren Blätter länglich – eiförmig-länglich, am Grund herzförmig, gesägt, obere Blätter eingeschnitten, am Rand stachelig.
  • Frucht: Kugelförmige-eiförmige, zweiteilige, schuppige Spaltfrucht.
  • Standort: Zierpflanze, manchmal in der Nähe von Ansiedlungen auf trockene Sand- und Schotterflächen ausgewildert.
  • Blütezeit: August–September.

Die Mannstreupflanzen sind in der finnischen Natur Raritäten, sind im Ganzen gesehen jedoch die größte Gattung der Doldenblütler, das Zentrum ihres Formenreichtums liegt in Mexiko und Südamerika. In Europa wachsen nur ein paar Dutzend Arten und auch von ihnen der größte Teil im Mittelmeerraum. In Finnland werden die Mannstreuarten manchmal als Gartenpflanzen kultiviert. Am verbreitetsten im Anbau ist der Flachblättrige Mannstreu, allerdings sieht man auch diesen nicht sehr oft. Beliebter als die Naturform sind verschiedene prächtige, bunt blühende Sorten. Die Mannstreuarten sind nicht nur stattliche Stauden, sondern taugen auch als Schnitt- und Trockenblumen.

Der Flachblättrige Mannstreu ist kein typischer Doldenblütler, eher erinnert er beispielsweise an die Kratzdisteln: Seine stiellosen Dolden ähneln eher Körbchen als den ausladenden Doppeldolden beispielsweise des Wiesenkerbels. Insekten werden außer durch die blauen Blütenblätter der Blüten auch durch die Hüllblätter der Blütenstände angelockt, die in ihrer Pracht mit den Blumenkronen mithalten können. Als Bestäuber versammelt der Flachblättrige Mannstreu vielerlei Hautflügler, Fliegen und Schmetterlinge. Die veredelten Sorten produzieren gewöhnlich keine Samen, die Naturform jedoch sät sich manchmal selber auch außerhalb der Blumenbeete aus und vereinzelt wurde sie sogar bis in die Gegend von Oulu angetroffen. Die Art gedeiht besonders an trockenen und sonnigen Standorten: Der stabile Bau des Triebs und die feste Wachsschicht schützen die Pflanze auch bei starker Sonneneinstrahlung vor Austrocknen. Auch der helle blaugrünliche, durch Anthocyanfarbstoffe verursachte Farbton des Mannstreus schützt ihn vor den schädlichen Auswirkungen zu starker Sonneneinstrahlung. Je magerer und trockener der Boden, auf dem das Mannstreu wächst, ist, desto kräftiger ist die Färbung der Triebe.

Andere Arten derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page