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Flohknöterich

Persicaria maculosa

  • Familie: Knöterichgewächse – Polygonaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–60 cm. Aufrecht-aufsteigend, schlaff. Stängel kahl, an den Knoten etwas verdickt.
  • Blüte: Strahlig-glockenförmig, ca. 3,5 mm lang. In der Blütenhülle befinden sich fünf vom Grund bis zur Hälfte miteinander verwachsene hellrot–rote (selten weiße) Blätter. 6 Staubblätter. Das Gynoeceum besteht aus zwei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Zwei vom Grund bis etwa zur Hälfte miteinander verwachsene Griffel. Blütenstand dichte Ähre.
  • Blätter: Wechselständig. Blattspreite kurzstielig–sitzend, lanzettlich – schmal länglich, 5–10 cm, kahl, auf der Oberseite großer schwarzer Fleck. Nebenblattscheide lang behaart.
  • Frucht: Glänzend schwarze, 2–3 mm lange, für gewöhnlich dreikantige Nuss.
  • Standort: Höfe, Gärten, Felder, Brachland, Gräben, Erdhaufen.
  • Blütezeit: Juli–September.

Der Flohknöterich wird in Finnland als Archäophyt, d. h. vor Langem eingeschleppte Pflanze klassifiziert. Der Flohknöterich wurde als Heilpflanze u. a. bei Durchfall und verschiedenen ansteckenden Krankheiten verwendet. Die Blätter und jungen Triebe wurden als Salat gegessen. Der Flohknöterich ähnelt stark dem Ampferknöterich (P. lapathifolia), dessen Blüten oft grünlich, seltener rötlich sind. Das sicherste Mittel, um die Arten zu unterscheiden, ist eine Untersuchung der Nebenblattscheiden, die beim Flohknöterich lang behaart, beim Ampferknöterich kurzbehaart sind.

Wussten Sie schon?

Pflanzen werden ihrem Ursprung nach in drei Klassen eingeteilt. Dem Alter nach geordnet sind das ursprünglich vorkommende Pflanzen, Archäophyten und Neophyten. In Finnland werden Pflanzen, die vor dem Beginn des 17. Jahrhunderts unter Einfluss des Menschen z. B. mit Schiffen oder Soldaten ins Land gekommen sind, als Archäophyten eingestuft. Die Liste der Archäophyten umfasst in Finnland etwa 120 Arten. Ein Neophyt ist eine Pflanze, die nach dem Beginn des 17. Jahrhunderts nach Finnland gekommen ist. Sowohl Archäo- als auch Neophyten sind sog. fremde Arten. Viele Neophyten werden wegen ihrer aggressiven Ausbreitung an „unpassende“ Standorte als für die finnische Natur schädlich angesehen; Beispiele sind die Lupine, die Riesenbärenklauarten und das Drüsige Springkraut. Auf dem Gebiet der EU gibt es etwa 11.000 fremde Arten, von denen gut 10 % als schädlich eingestuft sind.

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