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Flussampfer

Rumex hydrolapathum

  • Familie: Knöterichgewächse – Polygonaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 100–200(–250) cm. Stängel anfangs grün, später rötlich, gefurcht, ab Blütenstand verzweigt, Gabelungswinkel des Blütenstands groß.
  • Blüte: Strahlig, Durchmesser etwa 5 mm, zweigeschlechtig. In der Blütenhülle zwei Wirtel aus je drei Blättern. Blätter des äußeren Hüllenwirtels klein und nach außen – schräg nach vorne zeigend. Der innere Wirtel bildet die Valven, deren Blätter breit-eiförmig dreieckig sind. 6 Staubblätter. Verwachsenblättriges Gynoeceum dreizählig mit drei Griffeln. Gelenk des Blütenstiels (5–10 mm) an der Blattgrundseite. Blüten in Wirteln, Blütenstand Doppeltraube.
  • Blätter: Blätter wechselständig. Grundständige Blätter langstielig, kahl. Blattspreite lanzettlich – linealisch, am Ende spitz, 30–80 cm, fast ohne Furchen. Einige Laubblätter.
  • Frucht: Lappen der Valven rund dreieckig – eiförmig, 5–7 mm lang, oft am Grund gezähnt, an allen länglicher rötlicher Knoten. Fruchtstiel 5–10 mm, Gelenk an der Blattgrundseite, unscheinbar. Nuss 3–4 mm, bräunlich.
  • Standort: Fruchtbare Ufer von Meeren, Seen und Flüssen. Gewöhnlich an der Wassergrenze oder im flachen Wasser.
  • Blütezeit: Juli–September.

Zu den Ampfern gehören weltweit an die zweihundert Arten, von denen in Finnland etwa 20 gefunden werden können. Die Ampfer bilden eine recht problematische Gruppe, da die Arten sich leicht untereinander kreuzen – der Flussampfer besonders mit dem Wasserampfer (R. aquaticus) und dem Stumpfblättrigen Ampfer (R. obtusifolius). Bei der Artenbestimmung sind die Erkennungszeichen am Kelch der reifen Früchte hilfreich (oft unverzichtbar).

Der am leichtesten in Südfinnland zu findende Flussampfer ist der größte der finnischen Ampfer und hat die längsten Blätter. Die grundständigen Blätter sind für gewöhnlich über einen halben Meter lang. Der dem Flussampfer ähnelnde und fast in ganz Finnland zu findende Wasserampfer (R. aquaticus) ist eine Pflanze, die eindeutiger auch an Land gedeiht. Man kann die Arten außer auf Grund ihrer Größe z. B. anhand der Valven unterscheiden. An allen Blättern der Valven befindet sich beim Flussampfer ein spitz zulaufender Knoten. Der Wasserampfer erreicht nur selten eine Höhe von zwei Metern und seine Früchte haben keine Knoten. Zusätzlich ist der Blattgrund beim Wasserampfer breiter, manchmal sogar am Grund herzförmig. Das Blatt des Flussampfers ist immer am Grund spitz zulaufend (sofern es sich nicht um eine Kreuzung handelt).

Information kompakt: In Finnland werden die finnischen und schwedischen Namen der Ampfer leicht verwechselt, wenn man sie wörtlich übersetzt. Z. B. heißt der Flussampfer auf Schwedisch „vattenskräppa“, d. h. wörtlich übersetzt Wasserampfer. Der finnische Wasserampfer ist auf Schwedisch „hästskräppa“, d. h. wörtlich übersetzt Pferdeampfer (der finnische Name für den Langblättrigen Ampfer). Der Langblättrige Ampfer ist auf Schwedisch „gårdskräppa“, d. h. der Hausampfer.

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