Scrophularia chrysantha Scrophularia chrysantha Scrophularia chrysantha Scrophularia chrysantha Scrophularia chrysantha Scrophularia chrysantha

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Frühlingsbraunwurz

Scrophularia vernalis

  • Familie: Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae
  • Wuchsform: Zwei- oder mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–100 cm. Stängel vierkantig, drüsig behaart.
  • Blüte: Blumenkrone fast zweiseitig symmetrisch, grünlich gelb, 6-8 mm lang, verwachsenblättrig, fünfteilig, Lappen gleich groß. Röhre der Blumenkrone kurz, locker anliegend. Kelch strahlig, fünfteilig. 5 Staubblätter, von denen eines schuppenartig verkümmert ist und vier mit Staubbeuteln. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand traubenartige, achselständige Dichasiumgruppe.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite breit eiförmig, am Grund gestutzt oder herzförmig, doppelt gesägt, Unterseite drüsig behaart.
  • Frucht: Sich bis zum Grund zweiteilig öffnende Kapsel.
  • Standort: Gärten, Waldränder. Zierpflanze, manchmal ausgewildert.
  • Blütezeit: Mai.

Den meisten Menschen fallen unter Bestäuberinsekten verschiedene Nektarsauger ein: Bienen, Hummeln – und Wespen. Die zuletzt Genannten sind jedoch in der Pflanzenwelt gar nicht so beliebte Bestäuber: Der Blütenstaub bleibt an diesen unbehaarten und mit festem Panzer ausgestatteten Insekten nicht sehr wirkungsvoll hängen. Zusätzlich füttern sie ihre Larven statt mit Nektar und Blütenstaub mit gefangenen Insekten, sodass sie an Blüten ausgesprochen seltene Gäste sind.

Die Braunwurzarten gehören zu den seltenen, an die Bestäubung durch Wespen angepassten Arten. Aus Sicht der Pflanze hat die Spezialisierung offensichtliche Vorteile: Sie muss nicht mit allen anderen Blüten um Bestäuber wetteifern, die Insekten treiben sich nicht an anderen Blüten herum und der Blütenstaub kommt sehr wahrscheinlich an die richtige Adresse, auf die Narbe eines Fruchtblattes eines Artgenossen. Besondere Bestäuber verlangen allerdings besondere Lockmittel. Die dunkle Färbung und der moderige Geruch der Blüten einiger Braunwurzarten scheinen vor allem auf die nach Insektenbeute suchenden Wespen gemünzt zu sein, deren Jagdinstinkte sie an die Blüte locken. Die Blüten der Frühlingsbraunwurz sind gelb, obwohl die hauptsächlichen Bestäuber auch dieser Art Wespen sind. Vielleicht werden sie auch von anderen Insekten besucht, z. B. von Schwebfliegen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal untersuchen, wer eigentlich die Blüten der Frühlingsbraunwurz besucht.

Eine andere, ebenfalls gelbblütige Art ist die als Zierpflanze eingesetzte Mohnbrötchenblume (S. chrysantha). Ihr Blütenstand ist jedoch dichter und der Blattrand schwächer gezähnt. Die Blüten der finnischen Braunwurz (S. nodosa) sind grünlichbraun.

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