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Futterbeinwell

Symphytum × uplandicum

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzel saftig.
  • Höhe: 50–200 cm. Stängel eher rau behaart.
  • Blüte: Blumenkrone glockenartig (trichterförmig-röhrenförmig), am Oberteil etwas abgeschnürt, 12–18 mm lang, rot, blau oder blaurot, selten fast weiß, verwachsenblättrig, fünfteilig. Blumenkronenblätter oft etwas gewunden. Am Schlund der Blumenkrone fünf große, dreieckige, zungenförmige Schuppen. Kelch verwachsenblättrig, fünfteilig, 5-7 mm lang, kürzer als die Röhre der Blumenkrone, behaart. Kelchblätter für gewöhnlich an der Spitze spitz – selten rundlich. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Achselständige Blütenstände halbseitige Dichasien, d. h. Wickel.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, kurz- und schmal herablaufend. Blattspreite länglich – eiförmig, am Grund rund oder herzförmig, ganzrandig.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) schief, faltig, knotig, matt – etwas glänzend.
  • Standort: Nahe von Siedlungen, Gärten, Wegränder und Ufer. Kulturüberrest und -flüchtling.
  • Blütezeit: Juni–August.

Die Beinwellarten gehören zu den größten Raublattgewächsen, die in Finnland gedeihen. Im besten Falle können sie bis zu zwei Meter hoch werden und ihre rauen grundständigen Blätter können ebenso einen halben Meter Größe erreichen. Der europäische Gemeine Beinwell (S. officinale) wurde schon lange vor den anderen als Heilpflanze, der aus dem Kaukasus stammende Raue Beinwell (S. asperum) seinerseits meist als Zierpflanze angebaut. Als Kreuzung des Gemeinen und des Rauen Beinwells entstand der Futterbeinwell, der im Aussehen stark variiert und meist eigenständig vorkommt. Neue Kreuzungen erfolgen nach wie vor an den gemeinsamen Standorten der Stammarten, aber der Futterbeinwell hat sich wesentlich weiter ausgebreitet als der selten auswildernde Raue Beinwell: Er wächst in der finnischen Natur ungefähr auf demselben Gebiet wie der Gemeine Beinwell auch. Die Art hat sich wohl schon vor langer Zeit, als man sie hier als Vieh- und Hühnerfutter anbaute, an ihre gegenwärtigen Standorte ausgebreitet. Die Beinwellarten mit den großen Blättern und dem kräftigen Wurzelstock überdauern an ihren Standorten beharrlich über Jahrzehnte. An einigen Stellen hat der Futterbeinwell auch inmitten der finnischen Wildpflanzen Fuß gefasst. Heutzutage wird der Futterbeinwell am ehesten als Zierpflanze angebaut, wenn auch die Schönheit der Blüten leicht in der Masse der großen Blätter untergeht. Die Blüten der Beinwellarten sind vor allem bei Nektarsaugern beliebt: Eine ziemlich sichere Art und Weise, das Summen von Bienen in den eigenen Hof zu locken besteht darin, Beinwell anzupflanzen.

An den gemeinsamen Standorten aller finnischen Beinwellarten können die Arten wahrlich schwierig zu bestimmen sein. Für gewöhnlich ist das beste Kennzeichen die Länge der Kelchblätter, auch ihre Form, die Form und Farbe der Blumenkrone, wie die Blätter herablaufend sind sowie die Oberfläche der Teilfrüchtchen können bei dieser Aufgabe helfen.

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