Calendula arvensis Calendula arvensis Calendula arvensis

©Jouko Lehmuskallio

Gartenringelblume

Calendula officinalis

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–50 cm. Stängel aufsteigend-aufrecht, im Ganzen behaart, auch drüsig behaart. Dumpfer Geruch.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 4–7 cm breite Körbchen. Gelbe-orangefarbene-rotgelbe Randblümchen der Körbchen zungenförmig, an der Spitze dreifach gezähnt; Scheibenblüten gelb-braun, röhrenförmig, klein (manchmal alle Blüten zungenförmig). 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter in zwei Reihen, beinahe linealisch. Körbchen einzeln am Ende des Stängels.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt-sitzend, Stiele der unteren herablaufend, obere Blätter stängelumfassend. Blattspreite schmal verkehrt eiförmig – länglich – lanzettlich, an der Spitze rundlich – spitz zulaufend, ganzrandig – fransig gezähnt, behaart.
  • Frucht: Mit langem Schnabel oder gekrümmte, auf dem Rücken stachelige Nuss.
  • Standort: Wegränder, Mülldeponien, Brachland, Rasenflächen, Blumenbeete. Zierpflanze, Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Juni-Oktober.

Die Gartenringelblume wächst in Südeuropa indigen, ihre ursprüngliche Heimat jedoch ist unbekannt. In Finnland ist sie eine beliebte Sommerblume und manchmal kann man sie auch ausgewildert finden. Im Anbau gibt es sowohl vorwiegend orangefarbene Wildstämme als auch verschiedenfarbige Zuchtformen.

Die Gartenringelblume war im antiken Griechenland, Rom und in Arabien eine wichtige Grundheilpflanze in der Volksheilkunde. Die bekannteste Anwendungsart der Gartenringelblume ist die Hautbehandlung. Mit Gartenringelblumenprodukten wurden beispielsweise kleine Wunden, Schwielen, Ekzeme, juckende Stellen, Brandwunden, Insektenstiche und Hämorrhoiden behandelt. Die in der Gartenringelblume enthaltenen antibakteriellen Karotinoide fördern die Erneuerung des Hautgewebes und verhindern Entzündungen. Die Wirkung der Gartenringelblume ist auch in der Schönheitspflege bekannt, wo man sie in Gesichtswasser, Cremes und anderen Kosmetika einsetzt. Als Haarspülung verleiht die Gartenringelblume hellen Haaren einen goldenen Schimmer: Bereits die Wikingerfrauen verwendeten die Gartenringelblume zum Haarefärben. Bei Haustieren wurde die Gartenringelblume zumindest für die Verschönerung des Federkleids von Kanarienvögeln eingesetzt. Gartenringelblumensud wurde auch zur Gelbfärbung von Textilien eingesetzt. In der Pflanze gibt es auch reichlich ätherische Öle, sodass man sie ebenfalls als Rohstoff für Parfüms verwendete.

In kleinen Mengen eignet sich die Gartenringelblume zur Einnahme als Tee und die kronenblätterartigen Randblümchen passen zu vielerlei Speisen. Im besten Fall entspricht die Farbe der Gartenringelblume dem Safran und sie wurde auch als Fälschung dieses wertvollen Gewürzes verwendet. In großen Mengen ist der Geschmack der Gartenringelblume jedoch unangenehm. Die Blätter kann man als Salat essen, im besten Falle ist der Geschmack süß, oft allerdings bitter. Zusätzlich ist die Gartenringelblume im Garten dekorativ und schützt andere Pflanzen vor Schädlingen. Als Begleitpflanze von Nutzpflanzen beispielsweise zieht sie den Rapsglanzkäfer an und vertreibt Nematoden aus dem Boden. Die Körbchen der Gartenringelblume öffnen sich normalerweise bei sinkendem Luftdruck nicht, sodass man sie als groben Wetterzeiger verwenden kann – eine wahre Multifunktionspflanze.

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