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Gartenwolfsmilch

Euphorbia peplus

  • Familie: Wolfsmilchgewächse – Euphorbiaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 10–20 cm. Stängel oft am Grund verzweigt, kahl. Enthält Milchsaft.
  • Blüte: Die grüne „Scheinblüte“ wird aus der in der Mitte eines kelchartigen Gehäuses sitzenden blütenhüllenlosen Stempelblüte und den sie umgebenden blütenhüllenlosen Staubblüten mit je einem Staubblatt gebildet. Honigblätter am Außenrand des Gehäuses halbmondförmig, hell, mit langen Zipfeln. Deckblätter des Blütenstands eiförmig, ähneln den Laubblättern. Gynoeceum verwachsenblättrig, drei Narben. Blütenstand dreiästige Doppeldolde, Verzweigungen doppelt zweiästig.
  • Blätter: Wechselständig, kurzstielig. Blattspreite länglich – verkehrt eiförmig, ganzrandig, dunkelgrün.
  • Frucht: 2 mm lange, dreiteilige Kapsel. Teilfrüchtchen (Spaltfrüchte) schmal häutig berandet.
  • Standort: Gärten, Blumenbeete, Gemüsebeete, Erdhaufen, Brachland, Holzabladeflächen.
  • Blütezeit: Juni–September.

Die umfangreiche Gattung der Wolfsmilcharten ist sehr formenreich: Es gibt sie als krautige Pflanzen bis hin zu stacheligen Sträuchern, Nektarpflanzen und hohen Bäumen. Der Großteil der Arten dieser Gattung stammt aus warmen Ländern und viele sind Kakteen täuschend ähnlich. Man unterscheidet eine Wolfsmilch von einem Kaktus jedoch sofort, wenn man mit einer Nadel in ein Blatt oder den Stängel sticht: Wenn aus der Pflanze weißer Milchsaft austritt, ist sie eine Wolfsmilch. Der Milchsaft ist ein rechter Giftcocktail, der beispielsweise die nach der Wolfsmilch benannten Gifte Euphorbin und Euphorbon mitsamt ihren Derivaten enthält.

Die eher kleine und zarte Gartenwolfsmilch erinnert keinesfalls an einen Kaktus, ihren Milchsaft sollte man jedoch wie bei den größeren Verwandten meiden. Der schlechte Geschmack und die Giftigkeit veranlassten selbst hungrige Vegetarier, die Gartenwolfsmilch in Frieden zu lassen, sie schützen die Pflanze jedoch nicht im Wettbewerb mit anderen Pflanzen. Die anspruchsvolle Art gedeiht nur an nährstoffreichen und kalkhaltigen Stellen, die in der finnischen Natur für gewöhnlich von größeren mehrjährigen Arten besetzt sind. Die Gartenwolfsmilch wächst in Finnland in der Praxis ausschließlich an anthropogen beeinflussten Stellen, beispielsweise in den Gemüse- und Blumenbeeten von Schrebergärten. Wenn man Unkraut jätet, sollte man diese recht harmlose und selten gewordene Pflanze in Ruhe wachsen lassen.

Zusammen mit der Gartenwolfsmilch kann man an denselben Stellen die etwas verbreitetere Sonnenwendwolfsmilch (E. helioscopia) finden, deren Blütenstand fünfästig und deren Blattspreite an der Spitze gesägt ist.

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