Galega orientalis Galega orientalis Galega orientalis Galega orientalis Galega orientalis Galega orientalis

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Geißraute

Galega officinalis

  • Familie: Schmetterlingsblütengewächse – Fabaceae (Leguminosae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 80–120 cm. Stängel eher kahl.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, weiß – hell blaurot und blaunervig, 10–15 mm lang, schmetterlingsartig (fünf Blütenblätter, von denen zuoberst die Fahne, seitlich die Flügel, zuunterst das aus zwei Blütenblättern gebildete Schiffchen). Kelch fünfteilig. 10 Staubblätter, Staubfäden am Grund miteinander verwachsen. Gynoeceum einblättrig und mit einer Narbe. Blütenstand achselständige, langstielige Traube mit vielen Blüten.
  • Blätter: Wechselständig, langstielig, mit Nebenblättern. Blattspreite unpaarig gefiedert, 3–9-paarig, mit Endblättchen. Fiederblättchen eiförmig-lanzettlich, oft stachlichspitzig, ganzrandig. Nebenblätter schmal, spießförmig.
  • Frucht: Walzenförmige, kahle, eher aufrechte Hülse mit vielen Samen.
  • Standort: Gärten, Wegränder, Brachland. Zierpflanze.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Die Geißraute wächst ursprünglich im Nahen Osten, heutzutage jedoch zusätzlich in ganz Europa und Asien. Der Mensch hat diese vielseitig verwendbare Nutzpflanze, die sowohl als Futterpflanze, Gründünger, Bienenweide, Heilpflanze als auch zur Zierde angepflanzt wurde, wirkungsvoll verbreitet. Man glaubte, dass die Pflanze die Milchproduktion der Haustiere vermehren würde, worauf auch ihr wissenschaftlicher Name hinweist: gale, „Milch“ und ega „bringen, hervorrufen“ – „Milcherzeuger“ also. Seit dem Mittelalter wurde die Geißraute bei der Behandlung der Zuckerkrankheit, d. h. des Diabetes verwendet, da das in ihr enthaltene Guanidin den Blutzucker des Patienten herabsetzt. Die Art wurde sogar beim Fischen eingesetzt: Die zerstampften Triebe wurden einfach ins Wasser geworfen und die durch die giftigen Verbindungen der Pflanze betäubten Fische von der Oberfläche abgesammelt. In Nordamerika wurde befürchtet, dass sich die Geißraute als schwierige invasive Art erweisen würde wie in Finnland zum Beispiel die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus). In Finnland ist die Geißraute in erster Linie eine Zierde der Blumenbeete und hat sich nur selten von dort ausgebreitet.

Etwas verbreiteter ist die gleichartige Orientalische Geißraute (G. orientalis). Sie gedeiht im finnischen Klima gut und könnte in Zukunft ihre Stellung als neue Futterpflanze festigen. Man unterscheidet die Arten beispielsweise durch die Untersuchung der Nebenblätter: Bei der Geißraute sind sie spießförmig, bei der Orientalischen Geißraute ganzrandig.

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