Hemerocallis lilio-asphodelus Hemerocallis lilio-asphodelus Hemerocallis lilio-asphodelus Hemerocallis citrina Hemerocallis Hybrida Hemerocallis middendorffii

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Gelbrote Taglilie

Hemerocallis fulva

  • Familie: Grasbaumgewächse – Xanthorrhoeaceae
    (früher Tagliliengewächse – Hemerocallidaceae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock eher kurz, Wurzeln knollenförmig.
  • Höhe: 40–90 cm. Stängel am Oberteil verzweigt, walzenförmig, kahl.
  • Blüte: Blütenhülle etwas zweiseitig symmetrisch, dunkel orangefarben, dunkelnervig, ca. 7–10 cm lang. 6 Blütenblätter in zwei gleichen Wirteln, am Grund verwachsenblättrig, an der Spitze rundlich, Rand gewellt. 6 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blütenstand 6–12(–20)-blütiges Dichasium. Blüte geruchlos.
  • Blätter: Am Grund in zwei Reihen als dichte Rosette, an der Spitze wenige schmal dreieckige Hochblätter. Blattspreite linealisch, spitz zulaufend, ganzrandig, hellgrün. Junge Blätter grünlich weiß.
  • Frucht: Kapsel. Entwickelt sich nicht in Finnland.
  • Standort: Zierpflanze, manchmal verwildert, Höfe, Brachland, Wegränder, Mülldeponien, Füllerde.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die Taglilien wurden früher zur Familie der Liliengewächse gezählt. Eine Zeit lang bildeten sie ihre eigene, nur etwa zwanzig Arten umfassende Familie der Tagliliengewächse. Nach der letzten Änderung kamen zwei andere Familien zu ihnen dazu und so entstand die Familie Xanthorrhoeaceae, in der die Taglilien eine eigene Unterfamilie bilden. Ihrem Namen nach ist die einzelne Blüte der Taglilie nur einen Tag lang geöffnet, es öffnen sich jedoch während der mehrere Wochen dauernden Blütezeit ständig neue. Die Taglilien stammen aus Ostasien, China und Japan. Nachgewiesenermaßen wurden sie schon vor 2500 Jahren in chinesischen Gärten angepflanzt. Anfangs waren sie jedoch gar keine Zierpflanzen, sondern die jungen Blätter und Blüten wurden als Gemüse verzehrt. Die Wurzeln und Blätter wurden auch als Heilmittel verwendet.

Die Gelbrote Taglilie kennt man nirgends natürlich vorkommend, sie stammt aber wahrscheinlich ursprünglich aus dem Fernen Osten. Nach Europa wurde die Art bereits im 16. Jahrhundert eingeführt, in Finnland wohl im 19. Jahrhundert. Die Gelbrote Taglilie hat einen festen Platz in finnischen Blumenbeeten und ist besonders in alten Gärten verbreitet. Die alten ursprünglicheren Sorten wachsen zufrieden von Jahr zu Jahr an denselben Stellen, ohne dass man sie neu einsetzt oder sonst pflegt. Aus den anfangs wenigen zarten Wurzeltrieben kann sich im Lauf der Jahre ein gewaltiges Blattwerk entwickeln, aus dem Dutzende von Blütenstängeln kommen. Mithilfe ihres dichten Blattwerks hält die Gelbrote Taglilie das Unkraut gut in Schach und behauptet sich auch inmitten von Wildpflanzen. Wird der Nährboden zu nährstoffarm, blüht die Gelbrote Taglilie jedoch nicht mehr. Dies kann man oft in alten, sich selbst überlassenen Gärten beobachten.

Die Gelbe Taglilie (H. lilio-asphodelus) ist die zweite der alten, sowohl in Finnland als auch woanders seit langem angepflanzten Tagliliennarten. Sie hat leuchtend hellgelbe, duftende Blüten und schmalere Blätter als die Gelbrote Taglilie. Auch diese Art ist eine pflegeleichte Wildstaude, die in nährstoffreiche, humushaltige lehmige Erde gepflanzt überdauert und sich allmählich zu dichten Pflanzenbeständen ausbreitet, selbst wenn vom ursprünglich bestehenden Haus nur noch ein bemoostes Fundament übrig ist. Heutzutage setzt man in den Staudenbeeten auch empfindlichere Arten.

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