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Gemeiner Hopfen

Humulus lupulus

  • Name auch: Echter Hopfen
  • Familie: Hanfgewächse – Cannabaceae
  • Höhe: Bis zu 6 Meter lange Kletterpflanze.
  • Blüte: Eingeschlechtig. Staubblüte Die gestielte Blütenhülle wird aus fünf grünlich gelben Blättern gebildet. An jedem Blütenblatt befindet sich ein Staubblatt mit geradem Staubfaden. Stempelblüte In den Achseln der Deckblätter des zapfenartigen Blütenstands sind paarweise stiellose Blüten. Das schuppige Blütenblatt umgibt das Gynoeceum bis zur Mitte. Zwei Narben.
  • Blätter: Gegenständig, langstielig und 3-, 5- oder selten 7-lappig. Die Blattspreite ist spitz gesägt und rau. Zwischen den Blattpaaren befinden sich achselständige, d. h. interpetiolare Nebenblätter.
  • Frucht: Etwa 3 mm lange Nuss.
  • Standort: Ursprünglich Laubwälder an Meeresufern, Seeufern und Bachläufen. Die weibliche Pflanze ist ein Überbleibsel des Anbaus in Höfen und z. B. in der Nähe von Hausruinen.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der Gemeine Hopfen ist eine zweihäusige, mehrjährige Kletterpflanze mit Krautstängel. Die aus dem verholzenden Wurzelstock hervorkommenden oberirdischen Triebe sind gewöhnlich 2–3 cm dick und vierkantig. Die weiblichen Pflanzen wurden in Finnland wegen ihres Blütenstandes angebaut. Die Blüten wurden beim Bierbrauen und als Heilmittel verwendet. Männliche Pflanzen wurden nicht angebaut, da die Bestäubung die Verwendungseigenschaften der weiblichen Blüten verschlechterte.

Daher zeugt der Fund einer männlichen Pflanze von einem für die Art indigenen Standort. Sich weit entfernt voneinander befindende und nur ein Geschlecht vertretende Hopfenfunde kennzeichnen die Stelle von vorzeitigen Küstenlaubwäldern. Pflanzenbestände, die aus einem solchen einzelnen Exemplar hergegangen sind, können bis zu Tausende von Jahren alt sein. Die Blütenstände des Gemeinen Hopfens waren zur Zeit der schwedischen Herrschaft Steuerzahlungsmittel. Für die Bauern bestand bis ins Jahr 1915 ein gesetzlich vorgeschriebener Hopfenanbauzwang.

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