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Gemeiner Huflattich

Tussilago farfara

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze, mit Wurzelstock.
  • Höhe: Etwa 5–30 cm.
  • Blüte: Das von den Deckblättern geschützte strahlige, ca. 1,5 cm breite Körbchen besteht aus zahlreichen leuchtendgelben Randblümchen und Scheibenblüten. Der Kelch ist zu einem Kranz aus einfachen Härchen, d. h. zu einem Pappus umgebildet. Die Randblümchen sind zungenförmige eingeschlechtige Stempelblüten. Die Scheibenblüten sind röhrenförmig und anscheinend zweigeschlechtige Staubblüten, deren Gynoeceum nicht funktionsfähig ist. Das zweizählige Gynoeceum ist verwachsenblättrig und hat einen Griffel und zwei Narben. Fünf Staubblätter, die Staubbeutel sind miteinander zu einer Röhre um den Griffel herum verwachsen.
  • Blätter: Als Grundrosette, langstielig. Die Blattspreite ist breit, nierenförmig, unregelmäßig gezähnt, auf der Oberseite fast kahl, auf der Unterseite zottig behaart. Die Blätter des Blütentriebs sind klein, schuppenartig.
  • Frucht: Gelb–braune, einer Gemüsegurke ähnelnde, fünffach geriefte und ca. 3–5 mm lange Nuss, an deren Spitze sich ein aus einfachen Härchen gebildeter Haarkranz (Pappus d. h. umgebildeter Kelch) befindet.
  • Standort: Natürliche Standorte z. B. Laubwälder und Ufer. Anthropogen entstandene Standorte sind Anbauflächen, Wegränder und Brachland.
  • Blütezeit: April–Juni.

Der Gemeine Huflattich ist in Finnland ursprünglich eine Pflanze der Flachmoor- und Laubmoorwälder sowie von Bachläufen in Laubwäldern. An vom Menschen beeinflussten Standorten hat er sich erst seit Ende des 19. Jahrhunderts ausgebreitet. Zumindest in Südfinnland kann der Gemeine Huflattich bereits im März blühen. Die Knospen bilden sich im Herbst in den Achseln der Rosettenblätter und so ist die Pflanze schon zeitig im Frühjahr bereit zu blühen. Die Blüten sind nur an warmen sonnigen Tagen geöffnet. Die Blätter entwickeln sich später. Der Gemeine Huflattich bildet einen waagrechten Wurzelstock aus, dessen Vernichtung auf Feldern arbeitsintensiv ist. Aus abgebrochenen Stücken des Wurzelstocks entwickeln sich nämlich neue Exemplare.

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