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Gemüsespargel

Asparagus officinalis

  • Familie: Spargelgewächse – Asparagaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock windend, dick, knollenartig angeschwollen, mit kurzen Knotenabständen.
  • Höhe: 60–150 cm. Stängel reichlich verzweigt, in den Quirlen 2–6 nadelartige Triebe.
  • Blüte: Blütenhülle strahlig, eher hell-grünlichgelb, 4-6 mm breit, verwachsenblättrig, sechsteilig. Blütenhülle der Staubblüten schmal glockenartig, die der Stempelblüten und der zweigeschlechtigen Blüten fast kugelförmig. Sechs Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blüten einzeln oder in Gruppen mit wenigen Blüten in den Blattachseln.
  • Blätter: Verkümmert, schuppenartig. Trieb in den Blattachseln nadelartig, quirlständig.
  • Frucht: Runde, anfangs grüne, bei Reife gelbrote, 6–10 mm breite Beere.
  • Standort: Höfe, Wegränder, Sandhaufen, Erdhaufen, Schottergruben, Brachland, Ufer. Zier- und Kulturpflanze, Überbleibsel des Anbaus oder Kulturflüchtling sowie Neophyt.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Der Gemüsespargel wächst in der Natur in Süd- und Westeuropa, gedeiht jedoch auch im südlichen Finnland. Er kann sich am selben Standort bis zu 20 Jahre lang halten. Der Gemüsespargel ist sehr fein verzweigt und seine nadelartigen Teile sind eigentlich die Blätter: Die Blätter sind recht klein, gegen den Stängel gedrückte Schuppen. Der Bau des Triebs variiert etwas je nach Geschlecht des Gemüsespargels: Bei den männlichen Exemplaren sind stärkere Verzweigung und gedrungenes Wachstum typisch, die weiblichen Pflanzen ihrerseits sind zierlicher. Oft befinden sich an einem Exemplar jedoch gemischt sowohl zweigeschlechtige als auch wegen des Verkümmerns eingeschlechtige Staubblatt- und Stempelblüten.

Der Gemüsespargel weist eine jahrtausendealte Tradition auf und hat einen festen Namen als Nutz- und Heilpflanze. Die oberirdischen Teile des Gemüsespargels werden nicht unbedingt verwendet, aber die unterirdischen dafür umso mehr. Man glaubte, dass der Wurzelstock und die Wurzeln des Gemüsespargels die Fruchtbarkeit verbessern, Menstruationsbeschwerden lindern und die Milchproduktion stillender Mütter steigern könnten. Offensichtlich ist dieser Glauben nicht ganz unbegründet: Die Wurzeln enthalten Verbindungen, die auf die Hormonproduktion des Menschen wirken. Die oft vorgebrachte Behauptung über die aphrodisierenden, den Geschlechtstrieb anregenden Eigenschaften des Gemüsespargels scheinen jedoch nur auf dem Aussehen der jungen Triebe zu beruhen. Sicher ist jedoch, dass der Gemüsespargel die Geschmacksknospen anregt: Die im Frühjahr durch Anhäufeln mit Erde blattgrünlos gezogenen Triebe sind etwa zusammen mit geschmolzener Butter ein Leckerbissen. Der Gemüsespargel ist auch im Garten eine ausgesprochene Augenweide: Von der Pflanze kann man im Frühjahr einige Wochen lang Spargel ernten, wonach man sie einfach wachsen lässt; Als Schnittgrün werden die afrikanischen Verwandten des Gemüsespargels viel verwendet. Die roten Beeren des Gemüsespargels sind auch sehr dekorativ, aber giftig. Die Samen enthalten glücklicherweise bitteres Asparagin, sodass kaum jemand mehr als ein paar Beeren essen wird. Die Vögel können die Beeren ohne Schaden fressen – gleichzeitig verbreiten sie den Samen, der den Verdauungstrakt unbeschadet durchläuft.

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