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Genfer Günsel

Ajuga genevensis

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Ohne Ausläufer.
  • Höhe: 10–35 cm. Stängel vierkantig, im Ganzen behaart.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, leuchtend blau, 12-20 mm lang, verwachsenblättrig, zweilippig, langröhrig. Oberlippe der Blumenkrone sehr kurz, zweiteilig; Unterlippe dreiteilig, Mittelteil an der Spitze eingekerbt. Kelch fast strahlig, fünfteilig. Vier Staubblätter, von denen zwei lang und zwei kurz, an der Blumenkrone herausstehend. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand ährenartige, aus dichten achselständigen Wirteln gebildete Gruppe am Zweigende, am Grund locker.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig, gestielt – sitzend. Rosette für gewöhnlich zur Blütezeit verwelkt. Blattspreite eiförmig – stark länglich, grob gezähnt. Deckblätter des Blütenstands zur Spitze hin kleiner werdend, wie die untersten Laubblätter, obere Blätter kürzer als die Blüten, oft teilweise blau.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Bahnstrecken, Brachfelder, Gärten, Parkanlagen. Zierpflanze.
  • Blütezeit: Mai–Juli.

Der Genfer Günsel wird in Finnland stellenweise als Zierpflanze angebaut und vereinzelt eingeschleppt findet man ihn beispielsweise an Gleisstrecken und auf Rasenflächen. Mancherorts wird er schon fast als etabliert angesehen. So mancher finnische Käufer mag den Genfer Günsel unter einem anderen als dem eigentlichen Namen gekauft haben. Der finnische Name „Weiberkohl“ wird aus verschiedenen Gründen nicht so gern verwendet, sodass die Pflanzen der Gattung oft unter inoffiziellen Handelsnamen vertrieben werden. Der finnische Name ist bei genauerer Betrachtung aber auch eine etwas irreführende Bezeichnung, da keinerlei Verwandtschaft mit den Kohlgewächsen (Brassica) besteht, sondern sie zu einer ganz anderen Gattung gehören. Von seinen Verwandten innerhalb der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) unterscheiden sich die Günsel beispielsweise dadurch, dass sie nicht den bei den meisten Mitgliedern der Familie typischen aromatischen Geruch aufweisen.

Der Genfer Günsel ist zumindest zur Blütezeit leicht von den anderen finnischen Mitgliedern der Gattung zu unterscheiden: Seine Rosette ist für gewöhnlich zur Blütezeit verwelkt, bei den anderen ist sie generell noch vorhanden. Die deutlich aus der Blumenkrone herausstehenden Staubblätter sind auch ein gutes Erkennungsmerkmal. Manchmal können sich die Arten, wenn sie an einer Stelle wachsen, miteinander kreuzen. Besonders gern kreuzt sich der Genfer Günsel mit dem Kriechenden Günsel (A. reptans), Kreuzungen kennt man allerdings auch mit dem Pyramidengünsel (A. pyramidalis).

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