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Geruchlose Kamille

Tripleurospermum inodorum

  • Synonym: Tripleurospermum perforatum, Matricaria inodora, Matricaria perforata, Tripleurospermum maritimum ssp. inodorum
  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–80 cm.
  • Blüte: Das strahlige, gewöhnlich 3–5 cm breite, von den Deckblättern geschützte Körbchen besteht aus höchstens 20 Randblümchen und zahlreichen Scheibenblüten. Der Kelch ist zu einer ringförmigen schmalen Haut umgebildet. Die Randblümchen sind eingeschlechtige Stempelblüten. Die Blumenkrone ist weiß, verwachsenblättrig, zungenförmig und an der Spitze schwach dreizähnig. Die Scheibenblüten sind zweigeschlechtig. Die gelbe Blumenkrone ist röhrenförmig, fünfteilig. Die zweizähligen Fruchtblätter sind verwachsenblättrig und haben einen Griffel und zwei Narben. Fünf Staubblätter. Die Staubbeutel der Staubblätter sind miteinander zu einer Röhre um den Griffel herum verwachsen.
  • Blätter: Wechselständig, kurzstielig oder sitzend, kahl. Die Blattspreite der Pflanze ist doppelt oder dreifach fiederspaltig (-unpaarig gefiedert). Die Lappen (Fiederblättchen) sind lang, fadenartig und stachlichspitzig.
  • Frucht: Abgeflachte Nuss, auf deren Innenseite drei Riefen und an deren Spitze zwei runde oder kantige Öldrüsen sind.
  • Standort: Felder, Rasenflächen, Brachland, Wegränder, Höfe, Gärten.
  • Blütezeit: Juni–Oktober.

Die einjährige Geruchlose Kamille begann sich mit dem Heuanbau als Samenunkraut zu verbreiten, da ihre Nuss gleich groß ist wie der Samen des Wiesenlieschgrases (Phleum pratense). Heutzutage ist die Geruchlose Kamille auf Brachfeldern und Brachland und besonders an neuen oder umgebauten Bundesstraßen weit verbreitet.

Die Geruchlose Kamille und die Strandkamille (T. maritimum ssp. maritimum) ähneln sich stark. Ein Umstand, der sie unterscheidet, sind die Deckblätter, die das Körbchen der Pflanze von der Außenseite her schützen. Bei der Geruchlosen Kamille sind sie untereinander unterschiedlich lang, 1–1,5 mm breit, zungenförmig und schmal häutig berandet. Die Deckblätter der Strandkamille haben einen dunklen Rand.

Die Geruchlose Kamille wird oft auch für die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) gehalten. Die Arten unterscheidet man jedoch leicht voneinander, da das Blatt der Wiesenmargerite nicht eingeschnitten ist. Auch die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ähnelt der Geruchlosen Kamille. Neben dem Unterschied im Duft ist der Körbchenboden, der bei der Echten Kamille innen hohl ist, ein unterscheidendes Merkmal.

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