Nepeta grandiflora Nepeta grandiflora

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Gewöhnliche Katzenminze

Nepeta cataria

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 20–100 cm. Stängel verzweigt, vierkantig, dicht wollig behaart, graugrün. Riecht würzig nach Zitrone.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, schmutzigweiß und rotgepünktelt, 7–10 mm lang, verwachsenblättrig, langröhrig, zweilippig. Oberlippe zweiteilig, kurz, flach; Unterlippe dreiteilig, Mittelteil größer als die Seitenlappen. Kelch dicklich zylindrisch, etwas gekrümmt, fünfteilig, mit 15 Nerven, graugrün. 4 Staubblätter, von denen 2 lang und 2 kurz. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand ährenartige, aus dichten achselständigen Wirteln gebildete, am Oberteil dichte Gruppe am Zweigende.
  • Blätter: Gegenständig, langstielig. Blattspreite herzförmig-eiförmig, spitz zulaufend, behaart, grob gezähnt. Untere Deckblätter des Blütenstands wie die Laubblätter, obere klein, schmal.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Höfe, Gärten, Brachland, Wegränder, Ruinen, Holzabladeflächen. Kulturüberrest und eingeschleppt.
  • Blütezeit: Juli–August.

Die duftenden Blütenstände der Katzenminze locken Tag- und Nachtfalter sowie Nektarsauger gut an. Etwas ganz Besonderes ist sie jedoch aus Sicht der Katzen – sogar der wissenschaftliche Name der Art, cataria, kommt von dem lateinischen Wort catus, d. h. Katze. Man sagt, dass Ratten und Mäuse es dagegen mieden. Die ursprünglichen Standorte der Pflanze liegen in Kleinasien. In der finnischen Natur wächst es als Erinnerung an den Anbau von Heilkräutern an ehemaligen Siedlungen und an Ruinen sowie vereinzelt, eingeschleppt mit Samen, an Holzabladeflächen.

Die blühenden Triebspitzen der Katzenminze und auch der gesamte oberirdische Teil wurden früher für gewöhnlich als beruhigendes und die Verdauung förderndes Heilmittel eingesetzt. Damit wurden auch Wunden, Schmerzen und Frauenleiden behandelt. Die Geschichte berichtet, dass es für die Pflanze auch andere Verwendungen gab: Henkern wurde geraten, die Wurzel der Pflanze zu kauen, um ihre Nerven für die Hinrichtung zu stärken. Während der Hippie-Ära wurde ausprobiert, ob die Katzenminze als halluzinogenes Kraut taugt. Heutzutage wird die Katzenminze hauptsächlich zur Freude der Haustiere angepflanzt, deren Reaktion auf die Pflanze genau entgegengesetzt ist wie beim Menschen: Die Pflanze versetzt Hauskatzen und auch viele andere einheimische Katzentiere in starke Fortpflanzungsstimmung. Es sind jedoch nicht alle Katzen anfällig für die Katzenminze.

Neben der Gewöhnlichen Katzenminze kann man in Finnland als Kulturüberrest die Großblütige Katzenminze (N. grandiflora) finden, deren Blüten für gewöhnlich blau oder blaurot sind. Als Zierpflanze wird am meisten die violettblühende, aus einer Kreuzung stammende Blauminze (N. x faassenii) angepflanzt, die jedoch für gewöhnlich nicht in die Natur auswildert, da sie steril ist.

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