ssp. gotlandica

© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Gewöhnliche Kuhschelle

Pulsatilla vulgaris

  • Lat. Name auch: Anemone pulsatilla
  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz, aufrecht. Schwach Polster bildend.
  • Höhe: 5–25 cm. Stängel unverzweigt, hohl, behaart, bis auf den Wirtel unterhalb der Blüte blattlos, nach der Blüte länger werdend.
  • Blüte: Blütenhülle strahlig-glockenförmig, blaurot, 5,5–8,5 cm breit. Sechs Blütenblätter in zwei Wirteln, alle fast gleich groß, außen glänzend weiß behaart. Viele Staubblätter, Staubbeutel gelb. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. Blüte einzeln am Ende des Blütenstiels, aufrecht.
  • Blätter: Grundständige Blätter gestielt, Stiele behaart, entwickeln sich nach der Blüte. Blattspreite 2–4-fach fiederspaltig. Lappen schmal linealisch-länglich, bis zu 100 Lappen am Blatt. Hochblätter als Wirtel unterhalb der Blüte, sitzend, am Grund miteinander verwachsen, schmal, an der Spitze schwach geteilt, gerade, weiß behaart.
  • Frucht: Graubraune, ca. 3 mm lange Nuss, am Ende 2–5 cm lang, behaarter Stachel. Mehrere Nüsse zusammen.
  • Standort: Trockene Heiden. Auch Zierpflanze.
  • Blütezeit: April–Mai.

Die Gewöhnliche Kuhschelle ist aus der finnischen Natur verschwunden.

Von den Küchenschellen wachsen heutzutage in der finnischen Natur zwei indigene Arten, die Fingerküchenschelle (P. patens) und die Frühlingsküchenschelle (P. vernalis), die beide selten geworden und geschützt sind. Früher sammelte man ihre Blüten im Frühjahr in großen Mengen zum Verkauf und komplette Pflanzen zur Ausstattung des Gartens. Als die Arten wegen des eifrigen Sammelns deutlich seltener zu werden begannen, wurden zuerst der Verkauf der Blumen und das Sammeln zum Verkauf verboten, dann wurden die Pflanzen komplett geschützt. Als Neophyt wurde in Finnland auch die Wiesenküchenschelle (P. pratensis) gefunden. Die vierte Küchenschellenart, die wahrscheinlich in Vorzeiten mit dem Menschen zusammen hierher gekommene Gewöhnliche Kuhschelle ist in der Natur bereits verschwunden. Ihr letzter Standort war Kasvilanummi bei Salo, wo man sie noch in den 1930er Jahren fand. Über deren Vorkommen irgendwo in Finnland gibt es immer wieder Gerüchte – die nächsten gegenwärtigen gesicherten Standorte der Art befinden sich auf der Westseite des Bottnischen Meerbusens in Kontinentalschweden und auf der Insel Gotland. Die großblütige Art wird in Gärten auch als Zierpflanze angepflanzt. Sie ist hinsichtlich des Bodens anspruchslos und benötigt fast keine Pflege, anders als die einheimischen finnischen Arten, für die man im Garten keine solchen Bedingungen schaffen kann, unter denen sie gedeihen würden. Im Frühjahr schiebt die Gewöhnliche Kuhschelle sofort nach der Schneeschmelze ihre behaarten Knospen heraus, die innerhalb weniger Tage in große, blauviolette Blüten aufbrechen. Nach der Blüte schmücken die Küchenschelle die lang behaarten, dekorativen Teilfrüchtchen. Die sich mit dem Wind verbreitenden Nüsse können an geeignete Standorte getragen werden, etwa an Hügelabhänge in Südfinnland oder auf Kiesrücken und die Pflanze kehrt wieder als Teil des finnischen Artenbestands zurück.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie
Bäume und Sträucher aus derselben Familie

Follow us!



Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page