Oenothera rubricaulis Oenothera rubricaulis

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Gewöhnliche Nachtkerze

Oenothera biennis

  • Familie: Nachtkerzengewächse – Onagraceae
  • Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze. Hauptwurzel kräftig.
  • Höhe: 40–60(–100) cm. Stängel behaart, grün (manchmal rötlich).
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, gelb (manchmal rötlich), ca. 2–3 cm breit; vier Blütenblätter, 25–30 mm lang. Vier Kelchblätter, schmal dreieckig, zurückgerollt. 8 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe, Narbe vierteilig. Blütenstand ährenartige Traube. Blüten duften.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel wechselständig. Rosettenblätter langstielig, zur Blütezeit verwelkt, Laubblätter kurzstielig. Blattspreite der Rosettenblätter eiförmig-lanzettlich, Laubblätter länglich – schmal eiförmig, fein gezähnt – ganzrandig.
  • Frucht: Schmale, walzenförmige, vierteilige, stumpfkantige, 25–35 mm lange, anfangs behaarte Kapsel.
  • Standort: Gärten, Friedhöfe, Schienenanlagen, Wegränder, Häfen, Brachland, Mülldeponien.
  • Blütezeit: Juli–August.

Fast alle Nachtkerzen stammen aus Nordamerika. Auch die Vorfahren der Gewöhnlichen Nachtkerze sind von Nordamerika nach Europa gekommen, die eigentliche Artenbildung erfolgte aber wohl erst danach. Die Nachtkerzen sind interessante Versuchspflanzen für die Genetik, sind aber auch als Gartenpflanzen wegen ihrer leuchtend gelben Blüten und langen Blütezeit beliebt. Die Gewöhnliche Nachtkerze ist ein Nachtblüher, dessen Blumenkronen sich abends öffnen und am Morgen schließen – bei vielen anderen Nachtkerzen öffnen sich die Blüten nur in hellem Licht und schließen sich entsprechend für die Nacht. Die Gewöhnliche Nachtkerze zieht verschiedene Nachtfalter wie Schwärmer an, sie ist aber auch für Bienen und Hummeln eine gute Nektarpflanze. Finken fressen gerne ihre und auch die Samen anderer großer Nachtkerzenarten. Mithilfe der Samen sät sich die Gewöhnliche Nachtkerze leicht auch auf bewohnte Flächen außerhalb des Gartens aus und manchmal trifft man sie in der finnischen Natur, über den Verkehr verschleppt, auch auf Brachland an.

Die nützlichen Eigenschaften der Nachtkerzen wurden bereits ihrerzeit von den amerikanischen Indianern bemerkt, die sie besonders für die Behandlung von Wunden und Darmkrankheiten einsetzten. Heutzutage ist die Gewöhnliche Nachtkerze zu einer der wichtigsten Gesundheitspflanzen geworden. Aus ihren Samen wird das gesunde Nachtkerzenöl hergestellt, das wahrscheinlich positive Wirkung bei Herz- und Blutgefäßerkrankungen hat, die Einsatzmöglichkeiten der Art bei Multipler Sklerose werden als vielversprechend angesehen.

Neben der Gewöhnlichen Nachtkerze wächst in den finnischen Gärten und um sie herum auch manchmal die Weidenblättrige Nachtkerze (O. depressa) und früher die zusammen mit der Gewöhnlichen Nachtkerze zu einer Art gezählte Rotstängelige Nachtkerze (O. muricata). Die Bestimmung der Nachtkerzen ist für gewöhnlich schwierig und vereinzelt hat man in Finnland auch mehrere andere Arten gefunden.

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