Helianthus pauciflorus Helianthus pauciflorus Helianthus pauciflorus Helianthus petiolaris Helianthus petiolaris Helianthus petiolaris Helianthus tuberosus Helianthus tuberosus Helianthus tuberosus

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Gewöhnliche Sonnenblume

Helianthus annuus

  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: Bis zu 3 m. Stängel unverzweigt, rau-weichbehaart.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 5–40 cm breite Körbchen. Randblümchen der Körbchen gelb, zungenförmig; Scheibenblüten bräunlich, röhrenförmig, klein. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter in zwei Reihen, blattartig, eiförmig, spitz. Körbchen gewöhnlich einzeln, früh nickend.
  • Blätter: Untere gegenständig, obere wechselständig, gestielt. Blattspreite gewöhnlich breit eiförmig, 10–40 cm lang, zumindest unterste am Grund herzförmig, grob gezähnt.
  • Frucht: Längliche, flachdicke, stumpfkantige, anliegend behaarte-fast kahle Nuss, an deren Spitze gewöhnlich zwei abfallende Borsten.
  • Standort: Häfen, Bahnhöfe, Anbauflächen, Vogelfutterplätze, Brachland, Mülldeponien, manchmal Meeresufer. Auch Kultur- und Zierpflanze.
  • Blütezeit: August-September.

Die Gewöhnliche Sonnenblume stammt aus dem Südwesten der USA, aus der Gegend von Neumexiko. Indigen ist sie wohl im Zuge verschiedener Kreuzungen bereits verschwunden, hat sich aber mit dem Menschen zusammen in der ganzen Welt ausgebreitet. Die Sonnenblume ist eine vielseitige Nutzpflanze, die die Indianer schon vor 2000–3000 Jahren zu nutzen wussten. Die Samen werden beispielsweise in Müsli, Brotteig, Joghurt und Brei verwendet. Sie enthalten mit fast der Hälfte ihres Gewichts gesundes Sonnenblumenöl, das als Speiseöl und in der Margarineindustrie verwendet wird, schlechtere Qualitäten in Farben und Lacken, als Schmieröl und zur Beleuchtung.

Die riesengroß werdende Sonnenblume ist auch eine Zierde des Gartens oder Balkons. Die großen Körbchen wenden sich lustigerweise immer der Sonne zu und locken vielerlei Tiere zu einem üppigen Mal. Schmetterlinge saugen den Nektar, Hummeln und Bienen ihrerseits sammeln in erster Linie den Blütenstaub. Die Blüten locken auch allerlei Raubinsekten an, die ihrerseits Läuse und andere Schädlinge in der nahen Umgebung in Schach halten. Für den Winter aufrecht stehen gelassene Sonnenblumen bieten Nahrung für Samen fressende Vögel.

In der finnischen Natur wächst die Gewöhnliche Sonnenblume meist durch Körnermischungen für die Vogelwinterfütterung verbreitet. Im Zuge der städtischen Reinigung gelangen Samen auf Mülldeponien und an Wegränder. Der Transport von Erde, Straßensand und Schnee hat seinen eigenen Teil an der Ausbreitung der Sonnenblume. Ins Wasser gefallene Nüsse können recht weit getragen werden, da sie bis zu mehrere Wochen an der Wasseroberfläche bleiben. Teilweise sind die hiesigen Sonnenblumen direkt als Verunreinigung von Mais oder Sojabohnen aus Nordamerika nach Finnland gekommen. In Finnland schafft es die Sonnenblume vor Wintereinbruch für gewöhnlich nicht bis zur Samenreife, sondern ist auf wiederholte Samenimporte angewiesen.

Wenn man von der Sonnenblume spricht, meint man fast immer die Gewöhnliche Sonnenblume, obwohl es auch viele andere Arten gibt. Die in finnischen Gärten am meisten zu sehende, fast für ursprünglich gehaltene Sonnenblume ist die aus einer natürlichen Kreuzung von zwei Arten entstandene Staudensonnenblume (H. x laetiflorus). Sie kann als zähe Pflanze auch über lange Zeit an der Stelle alter Gärten überdauern. Die zweite Stammart der Staudensonnenblume ist der als Wurzelgemüse angebaute Topinambur (H. tuberosus), der ebenfalls zur Gattung der Sonnenblumen gehört.

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