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Gewöhnlicher Feldsalat

Valerianella locusta

  • Familie: Geißblattgewächse – Caprifoliaceae
    (früher Baldriangewächse – Valerianaceae)
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 5–20 cm. Stängel aufsteigend, ab halber Höhe verzweigt, vierkantig, kahl.
  • Blüte: Blumenkrone leicht zweiseitig symmetrisch, hellblau-weiß, ca. 1–2 mm breit, verwachsenblättrig, trichterförmig, fünfteilig. Kelch klein. 3 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blütenstand dichtes doldenartiges Pleiochasium.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig, sitzend. Blattspreite verkehrt eiförmig – länglich, ganzrandig (Laubblätter manchmal vereinzelt gezähnt).
  • Frucht: Runde, etwas abgeflachte, dreifach geriefte, kahle (manchmal wenig behaarte), gelbliche, 1,5–2,5 mm lange Nuss.
  • Standort: Wiesen am Meeresufer, Blasentangwälle, Wiesenhänge an Felsen am Meeresufer, Bahnhöfe. Auch Kulturpflanze.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Das Jahr des Gewöhnlichen Feldsalats beginnt im Herbst, wenn die Samen keimen und sich schnell zu kleinen, überwinternden Grundrosetten entwickeln. Im folgenden Frühjahr geht die Entwicklung der Pflanze so schnell weiter, dass sie bereits im Mai zur Blüte kommt. Die kleinen, hellblauen Blüten sind hauptsächlich selbstbestäubend, manchmal aber besuchen Insekten ihre winzigen Nektarvorräte und transportieren gleichzeitig Blütenstaub von Blüte zu Blüte. Die Früchte reifen zu Beginn des Hochsommers und schwimmen mithilfe ihrer Luftsäckchen an neue Standorte.

In Finnland ist die Verbreitung des Gewöhnlichen Feldsalats auf ein recht kleines Areal mit dem Zentrum auf Åland beschränkt. Auf dem Festland kann man die Art in Varsinais-Suomi am Südufer der Insel Kemiö und auf den Inseln in ihrer Nähe finden. Die für die an ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze vorkommende einjährige Art natürlichen, durch klimatische Faktoren bedingten Schwankungen im Bestand können groß sein und die Pflanze kann zwischendurch vollkommen verschwinden. Die Vorkommen des Gewöhnlichen Feldsalats können auch vom Charakter her kurzlebig sein und in verschiedenen Jahren an etwas anderen Plätzen liegen. Andererseits kann die Art auch als Folge des teilweisen Zuwachsens ihrer Standorte zurückgegangen sein. Der Gewöhnliche Feldsalat kommt in der finnischen Natur nur am Meeresufer vor, weiter südlich wächst er aber ebenfalls auf Feldern, in Gärten, auf Mülldeponien und an entsprechenden, anthropogen beeinflussten Standorten. Auch in Finnland kennt man außerhalb des eigentlichen Verbreitungsgebiets einige vereinzelte Fundstellen, die nördlichste bei Oulu. In Mitteleuropa wird der Gewöhnliche Feldsalat weit verbreitet als Wintersalat angebaut, dessen überwinternde Blätter noch um den ersten Mai herum für den Salat geerntet werden können. Die Art gedeiht auch in finnischen Gemüsebeeten, Samen sind jedoch nicht überall zu bekommen.

Neben dem Gewöhnlichen Feldsalat kommt in Finnland zusätzlich selten und vereinzelt der Gezähnte Feldsalat (V. dentata) vor. Die Art blüht später im Sommer und ihre Blüten sind rötlichweiß.

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