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Glänzende Wiesenraute

Thalictrum lucidum

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Wurzelstock kurz, ohne Ausläufer. Polsterbildend.
  • Höhe: 50–140 cm.
  • Blüte: Strahlig, hellgelb, ca. 1 cm breit. Blütenblätter fehlen. 4–5 Kelchblätter, grünlichweiß, früh abfallend. Viele Staubblätter, Staubfäden aufrecht, hellgelb, 2–4 mm lang, Staubbeutel deutlich kürzer. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. Blütenstand aufrecht verzweigt, recht locker, mit Blättern besetzte Trugdolde.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, mit Nebenblättern. 7–10 Laubblätter. Blattspreite eiförmig, länger als breit, 2–4-fach unpaarig gefiedert. Fiederblättchen ohne Nebenblätter. Fiederblättchen länglich-oval (unterste Blätter) oder schmal linealisch (obere Blätter), für gewöhnlich ungeteilt, manchmal an der Spitze 2–3-fach gezähnt, Oberseite glänzend, dunkelgrün, Unterseite hellgrün und entlang der Nerven fein behaart.
  • Frucht: 8–10-fach geriefte, sehr kurzborstige Nuss ohne Stiel.
  • Standort: Waldwiesen, Wegränder und Bahnstrecken.
  • Blütezeit: Juni–Juli.

Die Glänzende Wiesenraute ist eine äußerst bedrohte Art in Finnland.

Im Jahre 1984 wurden an der Ostgrenze Finnlands zwei etablierte Wiesenrautenvorkommen gefunden, die sich bei der Bestimmung als Vorkommen der bis dahin in Finnland nur vereinzelt in Süd- und Nord-Savo auftretenden Glänzenden Wiesenraute erwiesen. Das Vorkommen von Möhkö bei Ilomantsi entstand offenbar zur Zeit des Winterkrieges (1939/40), vom Standort Kantosyrjä bei Tohmajärvi weiß man dagegen, dass die Pflanze dort schon vor dem Krieg gewachsen ist. Der Ursprung des Vorkommens ist nicht gesichert, es könnte sich aber um einen natürlichen, getrennten Bestand der hinter der Ostgrenze liegenden Vorkommen handeln. Von der Allgemeinverbreitung her verläuft die Grenze des einheitlichen Verbreitungsgebiets der ost- und südeuropäischen Art am nächsten zu Finnland entlang der Südküste der Ostsee über St. Petersburg zum Onegasee. Pflanzensamen könnten beispielsweise mit Zugvögeln nach Finnland getragen worden sein. Die Glänzende Wiesenraute wurde zusätzlich einige Male vereinzelt an Straßen und Schienenwegen gefunden.

Die finnischen Vorkommen der Glänzenden Wiesenraute blieben den hiesigen Botanikern über Jahre verborgen, sodass es in Nordkarelien noch immer unentdeckte Standorte geben mag. Man sollte bei der Suche feuchte und recht nährstoffreiche Stellen, beispielsweise Überschwemmungswiesen unter die Lupe nehmen. Außerdem muss man lernen, die Glänzende Wiesenraute von den anderen finnischen Arten der Gattung zu unterscheiden, was aber recht einfach ist, da die Fiederblättchen der anderen Wiesenrauten nicht so schmal sind.

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