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Glänzender Storchschnabel

Geranium lucidum

  • Familie: Storchschnabelgewächse – Geraniaceae
  • Wuchsform: Ein- oder zweijährige krautige Pflanze. Hauptwurzel wenig verzweigt, hell.
  • Höhe: 10–35 cm. Stängel verzweigt, brüchig, fast kahl, oft rötlich.
  • Blüte: Strahlig, 5–8 mm breit. Fünf hellrote, an der Spitze runde Blütenblätter. 5 Kelchblätter, kantig, faltig, stachlichspitzig, aufrecht, kürzer als die Blütenblätter. 10 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, fünf Narben. Blüten für gewöhnlich paarweise in den Blattachseln oder am Ende des Triebs.
  • Blätter: Als Grundrosette und am Stängel gegenständig oder einzeln. Rosettenblätter langstielig, Laubblätter kurzstielig – fast sitzend, mit Nebenblättern. Blattspreite rund-nierenförmig, handnervig, fast kahl, glänzend, tief fünffach eingeschnitten; Lappen breit, schwach stumpf gezähnt, Zähne kurzborstig.
  • Frucht: Fünfteilige Spaltfrucht, Spitzenteil schnabelförmig, beim Reifen rollt sie sich auf. Teilfrüchtchen (Spaltfrüchte) undeutlich mit einem Netz überzogen, besonders entlang der Säume fein behaart.
  • Standort: Geröll, Felsen, Steilhänge, Laubwälder, Vogelklippen.
  • Blütezeit: Juni–August.

Die Verbreitung des Glänzenden Storchschnabels grenzt an die südwestlichsten Schären Finnlands. Die Art wächst stellenweise auf Åland und recht selten in Teilen der damit verbundenen Schären von Varsinais-Suomi. Er verlangt sowohl relativ hohe Sommertemperaturen, eine lange Wachstumsperiode als auch einen langen frostfreien Herbst. Obwohl das Klima geeignet wäre, wächst der Glänzende Storchschnabel nicht überall, da die Art eine der am deutlichsten Stickstoff liebenden Pflanzen Finnlands ist. Typische Standorte sind die Abhänge, Klüften und Steinhaufen an den Sitzfelsen der Möwen auf den Vogelklippen in den Außenschären, wo er oft im Schatten von Sträuchern wächst. Manchmal trifft man ihn auch in den südwestlichen Schären auf kalkhaltigem Grund an, wobei dann der Verdacht besteht, dass der Boden durch Vogeldreck aufbereitet wurde. Wenn die Teilfrüchtchen des Glänzenden Storchschnabels gereift sind, lösen sie sich für gewöhnlich von den Stacheln und fallen an den Grund der Mutterpflanze herab. Die Art scheint sich nicht sehr wirkungsvoll über große Entfernungen zu verbreiten und dies ist wohl der Hauptgrund für ihr Fehlen an vielen eigentlich geeignet wirkenden Standorten.

Von den anderen kleinerblütigen und von der Größe her unscheinbaren Storchschnäbeln – vor allem dem Stinkenden Storchschnabel (G. robertianum), dem Zwergstorchschnabel (G. pusillum) und dem Weichen Storchschnabel (G. molle), unterscheidet man den Glänzenden Storchschnabel für gewöhnlich leicht an seiner geringen Behaarung, den rund nierenförmigen Blättern und den aufrechten, kantigen Kelchblättern.

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