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Gletscherhahnenfuß

Ranunculus glacialis

  • Familie: Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 5–20 cm. Stängel aufsteigend-aufrecht, kahl, glänzend, violett gefärbt.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, anfangs weiß, später rötlich, 20–25 mm breit; fünf Blütenblätter, länger als die Kelchblätter. Fünf Kelchblätter, auf der Unterseite dicht braun behaart, lange verbleibend. Blütenboden kahl. Viele Staubblätter. Gynoeceum mit getrennten Blättern, mehrere Fruchtblätter. 1–2 Blüten am Ende des Stängels.
  • Blätter: Wechselständig, grundständige Blätter langstielig, Laubblätter sitzend. Grundständige Blätter länglich rundlich, fleischig, glänzend, dreifiedrig, Fiederblättchen gestielt, tief eingeschnitten. Blattspreite der Laubblätter rundlich, vielteilig.
  • Frucht: Kahle, 2–3,2 mm lange Nuss, an der Spitze 0,7–1,6 cm langer, gerader-gekrümmter Stachel. Mehrere Nüsse zusammen.
  • Standort: An Schmelzwasserbächen von Fjällanhöhen, an Stellen, an denen der Schnee liegen bleibt.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der Gletscherhahnenfuß ist in ganz Finnland geschützt.

Der Gletscherhahnenfuß ist wohl die abgehärtetste finnische Pflanze und kommt nur in den arktischen Gebieten oder in kalten Gebirgen vor. Die nördlichsten Blüten der Welt gibt es in Ostgrönland, nur 1300 km entfernt vom Nordpol, und dies sind genau die des Gletscherhahnenfußes. Der Gletscherhahnenfuß hält sowohl den Höhenrekord für Standorte von Gefäßpflanzen in Skandinavien, in den Bergen Südnorwegens, als auch in den Alpen den Höhenrekord für Europa. In Finnland wächst er nur auf den großen Fjälls von Enontekiö, im nördlichsten Lappland, wo sich alle etwa 20 über 1000 m hohen finnischen Gipfel befinden, und auch dort hauptsächlich auf den oberen Teilen baumloser Anhöhen. Die Fjällbäche transportieren die Nüsse manchmal die Fjällflanken herab, aber in der Waldzone ist es diesem eisigen Burschen viel zu warm und die Bestände an den Flussläufen überdauern nur kurze Zeit.

Der Gletscherhahnenfuß sucht nicht gerade die wärmsten Stellen der Fjälls, sondern schmückt die vom eisigen Schmelzwasser gespeisten Stellen, an denen der Schnee liegen bleibt, und die Fjällbachufer. Der Gletscherhahnenfuß hat sich gut an seine sehr harte Umgebung angepasst: Er beginnt mit der Blüte bereits einige Tage, nachdem der Schnee geschmolzen ist, und schafft es, die Samen vor dem Ende des kurzen Sommers heranreifen zu lassen. Der in der unwirtlich felsigen Umgebung blühende Gletscherhahnenfuß ist ein geradezu unglaublicher Anblick.

Die Zukunft des Gletscherhahnenfußes kann trübe aussehen, wenn sich das Klima erwärmt. In Finnland vermag er sich in den Fjälls nicht nennenswert höher auszubreiten: Die Grenze verläuft spätestens in 1328 m Höhe auf dem Halti, der höchsten Fjällspitze Finnlands. Bei Untersuchungen wurde bereits festgestellt, dass die Untergrenze der Vorkommen des Gletscherhahnenfußes gestiegen ist.

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