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Goldnessel

Lamiastrum galeobdolon

  • Synonym: Lamium galeobdolon
  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Oberirdische Ausläufer mit großen Blättern.
  • Höhe: 20–40 cm.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, gelb, 15-25 mm lang, verwachsenblättrig, zweilippig, langröhrig. Oberlippe hoch, gewölbt; Unterlippe dreiteilig, alle Lappen ungefähr gleich groß, Mittelteil dreieckig, spitz. Kelch fast strahlig, fünfteilig. 4 Staubblätter, von denen 2 kurz und 2 lang. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Blütenstand ährenartige, aus dichten achselständigen Wirteln gebildete Gruppe am Zweigende.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite breit-eiförmig, am Grund gestutzt oder leicht herzförmig, handnervig, meist hell gefleckt, auf der Unterseite oft dunkelviolett, Rand gezähnt. Die Deckblätter des Blütenstands ähneln den Laubblättern.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Parkanlagen, Gärten, Gehölze, Laubwälder. Zierpflanze, Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: Mai–September.

Auf die zarte Goldnessel kann man in Finnland in der Nähe von alten Gärten und Parkanlagen stoßen, wo sie als Anbauüberbleibsel oder -flüchtling wächst. Ohne Pflege kann sie über Jahrzehnte erhalten bleiben und ihr Revier sogar etwas ausweiten. Mithilfe der schlaffen Ausläufer kann sie sich zu Pflanzenbeständen von mehreren Quadratmetern ausdehnen. Natürlicherweise trifft man die Art am ehesten in Estland und auf der karelischen Landzunge in üppigen Wäldern an Flussläufen und in Laubfichtenmoorwäldern an. Beliebter als die Goldnessel sind als Zierpflanzen Sorten mit unterschiedlich bunt gefärbten Blättern. Die Blätter der in Finnland vorkommenden Exemplare sind oft weiß gefleckt, aber in Gärten gibt es auch Goldnesseln mit komplett silberfarbenem Laub. Sie alle haben große, buttergelbe Blüten in dichten Wirteln.

Die Goldnessel wurde von einer Gattung in die nächste verschoben: Linné hielt sie zuerst für einen Hohlzahn, Galeopsis, zwischendurch war sie wie die anderen finnischen Taubnesseln in der Gattung Lamium, dann wieder so wie heutzutage in einer eigenen Gattung. Für die Abspaltung der Art von den anderen Taubnesseln gibt es gewichtige Gründe. Von den unterscheidenden Merkmalen sind die sichtbarsten die gelbe Farbe der Blumenkrone sowie die deutlich dreiteilige Unterlippe. Mit den in Finnland als Unkraut wachsenden Taubnesseln kann man die Goldnessel kaum verwechseln. Sie ähnelt unter den finnischen Pflanzen am meisten vielleicht dem Bunten Hohlzahn (Galeopsis speciosa), der jedoch einfarbig hellgrüne, fiedernervige Blätter und auf der Unterlippe der Blumenkrone einen violetten Fleck hat.

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